Joy Denalane

Die Musik: Samtig und gefühlvoll ist Joys Debüt „Mamani“ geworden, auch wenn es eigentlich als raue Deep Soul-Platte geplant war. „Irgendwann habe ich gemerkt, dass es nichts bringt, Musik zu machen, die man zwar gerne von anderen hört, in die man sich selbst aber reinzwingen muss“, so Joy, Au! „Mamani dominieren entspannter Soul. Funk und Jazz mit schwerelosen Arrangements, die dank der hervorragenden Musiker aus Stuttgart, Frankreich und Afrika doch bestens geerdet sind.

Die Künstlerin: Nach dem Abitur in Berlin unterschrieb Joy einen Plattenvertrag, auch wenn ihr südafrikanischer Vater sie lieber als Juristin gesehen hätte. Ende der 90er ging die Sängerin nach Stuttgart, wo sie bald mit Freundeskreis den Song“.Mit Dir“ aufnahm. Seither scheint ihr Lebensgefährte Max Herre alles Interesse an einer neuen Freundeskreis-LP verloren zu haben: Über die letzten Jahre arbeitete er mit einem FK-Team um Don Philippe fast ausschließlich an Joys Solo-Debüt.

Die Texte: Zwar findet sich auch hier der eine oder andere R’n’B-typische leicht pathetisch vorgetragene Text ohne großen Tiefgang, im Großen und Ganzen gelingt es Joy aber, bei Themen wie Liebe, Politik und Sozialkritik Peinlichkeiten zu umschiffen.

Joy Denatane – Mamani (FourMusic/Sony)

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.