Kanye West: Bürgermeisterin von San Antonio fordert Konzert-Absage
Kanye West soll am 4. Juli in San Antonio auftreten, aber Bürgermeisterin Gina Ortiz Jones fordert Absage.
Kanye West sieht sich vor seinem geplanten Konzert in San Antonio mit wachsendem Widerstand konfrontiert. Die Bürgermeisterin der texanischen Stadt, Gina Ortiz Jones, hat sich öffentlich für ein Canceln der Veranstaltung ausgesprochen. Das Konzert soll am 4. Juli im Alamodome stattfinden, einer städtisch finanzierten Arena.
In einem Beitrag auf der Plattform X erklärte Jones, San Antonio solle niemandem mit einer Vorgeschichte antisemitischer Äußerungen eine Bühne bieten. Besonders kritisch sieht sie den geplanten Termin am amerikanischen Unabhängigkeitstag, der in das Jahr fällt, in dem die USA ihr 250-jähriges Bestehen feiern.
Weitere Absagen auf Wests Tournee
Mehrere Gigs von Ye wurden in den vergangenen Wochen und Monaten bereits in verschiedenen Ländern abgesagt. Zuletzt wurden die für das Londoner Wireless Festival angekündigten Auftritte von Kanye West gestrichen. Zuvor war bekanntgeworden, dass ihm die Einreise nach Großbritannien verweigert worden war. Die Entscheidung löste auch politische Reaktionen aus: Premierminister Keir Starmer verteidigte den Schritt und verwies auf die Haltung seiner Regierung im Kampf gegen Antisemitismus. Auch in der Schweiz scheiterte ein geplanter Gig. Der FC Basel bestätigte, ein Konzertprojekt im St. Jakob-Park nach Prüfung nicht weiterverfolgen zu wollen, und nannte zur Begründung die eigenen Werte.
Plus: In Polen wurde ein für Juni geplantes Konzert im Schlesischen Stadion in Chorzów abgesagt. Die Betreibenden nannten formale und rechtliche Gründe. Bereits zuvor hatte die polnische Kulturministerin Marta Cienkowska die Pläne stark kritisiert und dabei auf Kanye Wests frühere antisemitische Aussagen verwiesen. Auch ein angekündigter Auftritt im französischen Marseille wurde verschoben. Nach Angaben von Ye soll das Konzert „bis auf Weiteres“ nicht stattfinden.
Antisemitische Äußerungen und Entschuldigung
Der Rapper, der derzeit unter dem Namen Ye auftritt, hatte sich in der Vergangenheit mehrmals antisemitisch geäußert und sich selbst als Nazi und Fan Adolf Hitlers bezeichnet. Er veröffentlichte sogar einen Song unter dem Titel „H**l Hitler“. Anfang des Jahres entschuldigte er sich für seine Aussagen und Taten und erklärte diese mit seiner bipolaren Störung.






