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Kritik an David Lynch: Darum wollte Denis Villeneuve das „Dune“-Remake wirklich drehen

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„Dune – der Wüstenplanet“ von David Lynch aus dem Jahr 1984 gilt als Kultfilm des Science-Fiction-Genres. Das schon in den Siebzigern angedachte Projekt basiert auf dem gleichnamigen Roman von Frank Herbert. Kommerziell war „Dune“ ein Flop – aber einer, den jeder Sci-Fi-Fan trotzdem gesehen haben musste. In den Hauptrollen waren Kyle MacLachlan, Jürgen Prochnow, Sting sowie Patrick Stewart zu sehen.

Ein Remake war nur eine Frage der Zeit, und 2020 soll es endlich so weit sein: „Dune“ in der Version von Denis Villeneuve startet aktuell am 18. Dezember 2020 in den Kinos. Der französisch-kanadische Regisseur gilt selbst als 80er-Sci-Fi-Experte, er drehte unter anderem die „Blade Runner“-Fortsetzung „Blade Runner 2049“ (2017). In einem neuen Interview mit „Empire“ hat Villeneuve nun zugegeben, dass er „Dune“ nicht nur deshalb unbedingt übernehmen wollte, weil er großer Fan des Originals oder von David Lynch sei.

„Ich bin ein großer Fan von David Lynch, er ist ein Meister“, erklärte Villeneuve einerseits. Andererseits fügte er hinzu: „Als ich ‚Dune‘ von Lynch zum ersten Mal sah, war ich begeistert. Es gibt darin Stellen, die ich liebe, aber auch Elemente, mit denen ich mich nicht wohlfühle. Ich erinnere mich daran, dass ich nach dem Film nur halb-befriedigt war. Deshalb dachte ich mir: Es gibt da draußen noch immer einen Film, der über das Buch gemacht werden muss – mit einer anderen Sensibilität.“

Der größte Kritiker von „Dune“ ist aber immer noch David Lynch selbst: „Bei ‚Dune‘ habe ich mich mit zu wenig zufrieden gegeben. Der Final Cut lag nicht bei mir, es wurde ein kommerzieller Flop – ich starb danach also gleich zweimal“, sagte der Regisseur im Interview mit „Deadline“.


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