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„Live Nation“ soll zugegeben haben, Tickets direkt auf dem Reselling-Markt anzubieten

Live Nation“ soll nun bestätigt haben, was Musikfans schon lange vermuten: Der Veranstalter soll Billboard zufolge seine Eventkarten noch vor dem offiziellen Ticketverkauf an Drittanbieter verkaufen, die diese dann zu überteuerten Preisen auf ihrer Plattform anbieten. Grund für den Weiterverkauf sei ein zusätzlicher finanzieller Profit für „Live Nation“.

In vergangenen Jahren häuften sich immer wieder Spekulationen zu den stellenweise als unmoralisch empfundenen Praktiken des Unternehmens. So war interessierten Konzertbesuchern aufgefallen, dass bereits Minuten, nachdem die von ihnen begehrten Tickets bei gängigen Anbietern ausverkauft waren, ebenjene Karten en masse auf Weiterverkaufsplattformen erschienen.

Erstmals soll „Live Nation“ nun zugegeben haben, mit einem sogenannten Ticketing Consultant zusammenzuarbeiten, der in der Vergangenheit eine beachtliche Menge Konzerttickets zu Metallica-Shows auf dem Reselling-Markt angeboten habe.

Laut Billboard, denen ein heimlich aufgezeichnetes Telefonat zwischen „Live Nation“-Mitarbeiter Bob Roux und dem damaligen Finanzberater Vaughn Millette vorliegen soll, arbeite dieser Ticketing Consultant zwar für Metallica, dennoch habe er die rund 10.000 Tickets ohne das Wissen der Band mit einem ordentlichen Profit auf dem Zweitmarkt vertrieben.

„Live Nation“ zufolge hätten zwischen 2016 und 2017 zahlreiche Künstler direkt darum gebeten, Tickets zeitgleich auf dem Reselling-Markt zur Verfügung zu stellen. Dennoch sei dies „nicht die übliche Vorgehensweise“ des Anbieters, wie ein Pressesprecher des Unternehmens auf Anfrage des Musikmagazins NME erklärte.

Nachdem man 2016 gesehen habe, wie erfolgreich besagte Metallica-Tickets an Drittanbieter verkauft worden seien, habe sich „Live Nation“ mit dem zuständigen Berater zusammengesetzt, um an einer „einzigartigen Vertriebsstrategie zu arbeiten, die sich auf den Verkauf ausgewählter High-End-Tickets auf dem Zweitmarkt“ konzentriere.

Auch die Reselling-Plattform Viagogo befindet sich derzeit wegen ihres fragwürdigen Rufs in den Schlagzeilen. Auf Nachdruck von EU-Abgeordneten und internationalen Kampagnen gegen den Secondhand-Ticketanbieter hatte Google zuletzt verkündet, bezahlte Suchmaschinenplatzierungen des zwielichtigen Unternehmens nicht mehr anzunehmen.

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