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Maggie Rogers veröffentlicht neues Album NOTES FROM THE ARCHIVE 2011-2016

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Nur selten erlauben Musiker:innen Einblicke in ihren künstlerischen Werdegang, bevor sie erfolgreich wurden. Allzu oft scheint es, als würde Talent plötzlich auf eher wundersame Weise belohnt werden. Doch die harte Arbeit, die hinter der Entwicklung zur vollen Form steckt, bleibt dem Publikum oft unbekannt. Wie bei Maggie Rogers. Wer erinnert sich nicht an das Youtube Video, in dem Rogers Pharell Williams zu Tränen rührte und mithilfe millionenfacher Klicks über Nacht zum Star wurde: In einer NYU-Songwriting-Session sitzt die damals noch sehr zurückhaltende 22-jährige Musikerin vor Aufregung wie eingefroren neben Williams und präsentiert ihm den eigens geschrieben und produzierten Song „Alaska“. Pharells anschließende Reaktion war unbezahlbar. So konnte dieser kaum in Worte fassen, was er da gehört hat.

Maggie Rogers präsentiert ihren Werdegang in Rohfassung

Doch bis zu diesem Punkt musste sich Rogers ihren Platz in der Musikindustrie hart erkämpfen. In ihren neuen Album NOTES FROM THE ARCHIVE 2011-2016 teilt sie nun öffentlich diesen Prozess, indem sie der Welt ihren Werdegang präsentiert. Hier geht es nicht um Perfektion, sondern eher genau um das Gegenteil. Das Album besteht aus einer Sammlung von Songs, die Maggie Rogers im Laufe der Jahre auf verschiedenen unabhängig veröffentlichten Alben und EPs herausgebracht hat, bis zu ihrem Durchbruch. Die Tracks sind in Rohfassung und in umgekehrter chronologischer Reihenfolge. Rogers sagt dazu: „Mir gefällt die Vorstellung, dass man hört, wie ich jünger werde“. Dies erschien ihr logisch, denn auch sie selbst erinnert sich in dieser Reihenfolge zurück. Begleitet werden die Tracks außerdem von einer Aufnahme, in der Rogers durch die Songs moderiert und ihre Kontexte, Hintergründe und Inhalte erklärt.

Rückblick auf 10 Jahre harte Arbeit

Maggie Rogers sagt in einem Intro zu ihrem Projekt: „Ich begann Songs zu schreiben, um mein Leben zu verarbeiten und zu dokumentieren. Ein paar Jahre später wurde die Musikproduktion für mich zu einer Möglichkeit, diese Songs lebendig und in voller Form in der Welt zu hören. Diese Platte ist ein Rückblick auf zehn Jahre Arbeit. Es geht darum, in die Zukunft zu blicken, indem man die Vergangenheit ehrt.“

Das Album enthält Tracks von Rogers‘ frühen Projekten wie „Blood Ballet“ und „The Echo“, sowie sechs noch nie gehörte Songs: „Celadon & Gold“, „Together“, „Steady Now“, „One More Afternoon“, „(Does It Feel Slow?)“, und „New Song“.

Letzten Monat tauchte Rogers in der „Sesamstraße“ auf, um „It’s Nighttime“ zu singen und begleitete Phoebe Bridgers bei einer Coverversion von „Iris“ der Goo Goo Dolls. Im Sommer trat sie bei der Democratic National Convention 2020 auf.


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