Massive Attack: Massive Attack – Blue Lines

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Knapp zwei Jahrzehnte später(und nach zwei Compilations mit den „Originalen“) hat es sich weit herum gesprochen: Auf einem der Album-Meisterwerke der 90er-Jahre, dem im Rückblick sogar genrestiftenden Debüt von Massive Attack, ist (fast) alles nur geklaut. Denn die drei schlauen Jungs aus Bristol – Mushroom, Daddy G und 3D gerufen – nannten zuerst einmal gut sortierte Vinyltaschen ihr eigen, und so sampelten sie sich durch Licks und Lines, Grooves und Breaks von Isaac Hayes, Billy Cobham, John McLaughlin und Chaka Khan, drehten sich anschließend dünne, starke Spliffs aus den Soul-, Jazz-, Dub- und Funk-Extrakten, zündeten sie an, zogen alles auf Lunge durch und spielten die Coolen. Allerdings: die verdammt Coolen. Bis aus den Skizzen aus knisternden Piano-Loops, psychoaktiven Bassschleifen, Synthesizerhighlights und spärlichen, aber schweren Beat-Patterns tatsächlich essenzielle Tracks entstanden, aus denen Gastvokalisten wie Shara Nelson (Soul), Horace Andy (Reggae) und Tricky (Hiphop) Songs herausarbeiten konnten, die im Jahr 1991 für den zeitgenössischen Soul und den Hiphop fast ebenso inspirierend waren wie in den kommenden Jahren für das, was später „Trip Hop“ genannt werden sollte.

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