Michael Stipe feiert 20-jähriges Jubiläum seines Coming-outs

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Vor 20 Jahren eröffnete Michael Stipe der Welt, Männer und Frauen gleichermaßen zu lieben. Was uns heute als gesellschaftlich akzeptiert und normal erscheint, war damals eine kleine Sensation. Zur Veröffentlichung des neuen Albums MONSTER und der anstehenden Welttournee sprach Stipe damals öffentlich über seine Liebe zu Männern und Frauen, die er gleichermaßen auslebe. Zum 20-jährigen Jubiläum seines Outings veröffentlichte der R.E.M.-Frontmann nun einen Essay im Guardian.

„Queerness“, wie Stipe seine Bisexualität bezeichnet, sei demnach nicht mehr und nicht weniger als eine Geisteshaltung, die durch Verständnis gekennzeichnet sei: „Es bedeutet, Unterschiede zu verstehen, deine eigene Wahrheit, dein Verlangen und deine Identität zu akzeptieren und deine liebenswürdigen, liebenswürdigen Entscheidungen“.

„Es ist die finale, total offensichtliche, zeitgenössische Akzeptanz und das Verständnis dafür, dass diese enorme Welt voller Schönheit, Sexualität, Identität, Lust, Gefühlen, Aufregung und Liebe nicht nur schwarz und weiß ist – es ist im wahrsten Sinne des Wortes von jeder Farbe und Abstufung des Regenbogens“, schreibt Stipe in seinem Essay.

Diese 20 Jahre des öffentlichen Redens über seine eigene Wahrheit hätten Stipe zu einem besseren und angenehmeren Menschen gemacht. Sie haben, so der Sänger, geholfen, seine Persönlichkeit als Erwachsenen und seinen Stolz zu etablieren.


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