ME 09/2018

Jetzt am Kiosk: Die „80er-Ausgabe“ des Musikexpress – mit Rick Astley, Michael Jackson, 80 Geheimtipps, Sophie Hunger, Mitski u.v.m.

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Der Musikexpress in den Achtzigern. Damals lief das so: Das Blatt residierte in einem stattlichen Anwesen, Vorderhaus-Fassade aus Elfenbein; die Gebäudeform allerdings eher so wie das damals leider auch schon wieder abgerissene Schwabylon in der Leopoldstraße – derbe futuristisch-modern also. Man befand sich ja auch selbst noch in München, der schillernden Mercury- und Moroder-Rock/Pop-Metropole.

Jeden Montagmorgen erst mal was mit Spritz. Joviales Lachen in endlosen Gängen, die durch den Schein der sie auskleidenden Goldenen und Platinen Schallplatten magisch schimmerten. Uns ging’s prima, am Tropf einer voll im Saft stehenden Musikindustrie baumelnd. Nur dass Prince kein einziges Mal mit den Musik-Print-Kings aus Germany sprechen wollte, nagte geräuschvoll am Mega-Ego. Aus Rache wurde alle drei Hefte eine seiner „Gespielinnen“ aufs Cover gehoben. Der gewagte Plan: Apollonia oder Vanity in der BRD größer machen als Prince selbst und dann Harhar!

Ansonsten wurde in den 80ern beim ME jede neue Veröffentlichung der Talking Heads und der Neville Brothers automatisch zum Album des Monats gekürt, sagte einer „Hüsker Dü“, sagte der andere „Gesundheit!“, und draußen im Gebüsch warteten Heinz Rudolf Kunze und Thomas Anders mit ihrer Zwille (alternativ: Zwackel, Zwuschel, Flitsche, Zwistel, Kartzi, Schlatsche usw.) im Anschlag, denn Autoren des ME hatten sie persönlich beleidigt. Wolfgang Niedecken hingegen hatte seine eigene Standleitung in die Redaktion. Für Plaudereien, aber auch Politisches. Das alles kann man mit heute gar nicht mehr vergleichen.

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Das große 80er-Special

Warum lässt uns dieses Jahrzehnt nicht los? Obwohl man sich lange einig war, dass die 80er-Jahre das oberflächlichste, künstlichste, trashigste Jahrzehnt in der Geschichte der Popkultur waren, ist es doch ausgerechnet diese Dekade, die uns heute am nachhaltigsten beschäftigt. Warum ist das so? Außerdem: bislang ungeklärte Fragen an die Achtziger („Stimmt das mit den ganzen Saxophonen? Und dem Koks?“), Linus Volkmann erinnert sich an „Vergessene Phänomene“ und 80 Geheimtipps: Experten empfehlen „andere“ 80s-Platten.

 

Sophie: Lob des Mainstreams

Fake ist real, Mainstream ist Underground und Pop ist experimentell: Sophie schreddert konsequent gängige Zuschreibungen. Damit liefert die Schottin einen Pop-Entwurf, der zeitgeistiger nicht sein könnte.

Wie geht es INDIE IN DEN USA?

Sei Indie, sei Entrepreneur! Zwischen schrumpfenden Einnahmen aus physischen Verkäufen, Spotify-Algorithmen und neuen Web-Vertriebswegen treffen sich in New York jedes Jahr Vertreter der US-Independent-Labels und diskutieren das Business. Ein Besuch auf der „Indie Week“ und die Antwort auf die Frage: Wie geht es dem Indie in Amerika?

Blind Date mit Rick Astley

Bock auf ein 80er- Blind-Date? „Natürlich“, sagt Rick Astley. Schließlich war der Mann dabei! Zunächst als Assistenz im Studio von Stock Aitken Waterman, dann als Teil der Hitmaschine: „Never Gonna Give You Up“ ging fast weltweit auf die Eins. Schnell zeigt sich, dass Astley beim Hören der 80s-Playlist nicht nur ein paar schöne Anekdoten erzählen kann: Seine Analysen über das Besondere der Dekade sind hoch interessant.

ME-Helden: Michael Jackson

Der König von Neverland: 1982 brach ein neues Zeitalter an: Mit THRILLER sprengte Michael Jackson alle Formate. Danach war die Popmusik nicht mehr dieselbe – und der Sound einer Ära eingefroren, für immer frischgehalten. Seine Super-Power bezog der neue König aus seiner Biografie: Der Jackson der THRILLER-Zeit war ein Künstler im Übergang: nicht mehr Kinderstar, nicht mehr Motown- Marionette, sondern begnadeter Konzept-Popkünstler.

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