Nach plötzlichem Hype: Spotify löscht Songs deutscher Newcomer-Band

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Die deutsche Newcomer-Band Amna aus Heilbronn hat es binnen weniger Monate zu deutlich mehr Aufmerksamkeit und Spotify-Streams geschafft. Gelungen sei dies mit einer gezielten Marketing-Kampagne. Doch nun hat Spotify zwei ihrer Lieder von der Plattform entfernt. Ein Grund hierfür könnte der mögliche Verdacht auf Streaming-Manipulation sein. Offiziell bestätigt wurde dies von Spotify aber noch nicht.

Nicht mal ein Jahr hat es gedauert, bis die Heilbronner Sängerin Amna und ihre Band 90.000 Fans auf Instagram und 50.000 monatliche Hörer*innen auf Spotify erreicht haben. Doch nun erklärt Amna gegenüber dem Heilbronner Nachrichtenportal „echo24“: „Die beiden Singles meiner Band wurden gesperrt, sind nicht mehr streambar.“ Mit den Songs „B’reshit (The Beginning)“ und „Athra“ erzielten sie zuletzt 2,2 Millionen Aufrufe.

Amna habe von Spotify bislang noch kein Geld erhalten

Von den daraus entstandenen Streaming-Einnahmen sei bislang aber noch nichts in Heilbronn angekommen, so Amna. Dabei versichert die Musikerin, dass bei dem schnellen Aufstieg ihrer Band keinesfalls gemogelt wurde. Was tatsächlich zu dem plötzlichen Erfolg geführt habe: Eine gezielte Marketing-Kampagne, die ihr Ehemann und Werbe-Unternehmer Arkadi Neb auf den Weg gebracht habe.

Werbekampagnen in der Musikindustrie sind bekanntlich keine unüblichen Manöver. Auch Neb erklärt: „Werbestrategien, die bei Firmen funktionieren, machen auch Künstler erfolgreich.“ Mit 3.000 verschenkten Amna-T-Shirts, Spotify-Gutscheinen, Werbeanzeigen und Gewinnspielen seien schließlich immer mehr Menschen auf die Band aufmerksam geworden. Auch befreundete Prominente aus dem Sport- und Musikgeschäft unterstützten die Kampagne. Offensichtlich mit Erfolg: „Danach haben die Streams bei Spotify noch mal deutlich angezogen“, erklärt der Unternehmer.

Von 50.000 Hörer*innen auf 30 geschrumpft

Nachdem Spotify die Titel „B’reshit (The Beginning)“ und „Athra“ entfernt hat, sind Amna von 50.000 monatlichen Hörer*innen nun auf gerade Mal 30 geschrumpft. Mit „Raindrop“ haben sie außerdem aktuell nur einen einzigen Song auf Spotify.

Wie es nun weitergeht? „Wir sind im Austausch mit Spotify, damit die Songs bald wieder verfügbar sind. Nach Rücksprache mit unserem Digitalvertrieb wissen wir, dass der Musikstreaming-Anbieter Spotify monatlich Tausende Songs von Newcomern löscht – wegen des Verdachts auf Streaming-Manipulation. So bleibt mehr Geld für die großen Acts übrig“, so die Sängerin. Außerdem: „Wir lassen uns nicht unterkriegen.“ Daher erscheint auch schon im kommenden August ihre neue Single „Nkiluhto (Der Verrat)“ – auch auf Spotify.


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