Nina Hagen

,War irre juut, you know“, flötete Frau Hagen ins Telefon und meinte damit ihre Rolle als Gastkritikerin im Musikalischen Überwachungsverein (MÜV). Fachmännischen Rat hatte Nina Nimmermüde zuvor bei Starproducer Zeus B. Held eingeholt, mit dem sie in London an ihrer in Kürze erscheinenden, neuen LP arbeitete (.der Zeus und ich sind momentan immer einer Meinung, you know“). Hier nun ihre ergreifenden Kurzkommentare, sensiblen Analysen und verschlüsselten Botschaften — you know …

Plan B: .Schlicht und ergreifend sehr 5) Jonl Mitchell: .Frau und Musik sind First Class.‘ (6) Carter: ,Not my kind of cream.“ (3) Blue Rodeo: .Country Rock, didel di dum, pips fips. Nett und harmlos. Aber wenn schon, dann doch lieber die Byrds.'(l) Holger Czukay: .Czukay läßt singen. Warum? Sag‘ uns, wie dein neuer Freund heißt. Mach‘ lieber ’ne Sekte auf — oder das Cafe Fleur an! Bißchen Action auf deine alten Tage, Brounauge. Mit Bulgarien was spät dran, oder? (4) The Farm: .Bei denen gefallen mir vor allem die Samples mit den Tierstimmen – das blökende Schaf zum Beispiel.‘ (3) The High: ,Low, kiffen vielleicht ’n bißchen zuviel. Sollten mal was anderes probieren, um ihrem Namen gerecht zu werden. Im übrigen lassen die Byrds schon wieder grüßen.“ (3) Boom Crash Opera: .Sehr gut. Wenn das Ganze etwas schwärzer klingen würde, kam’s aber noch besser.“ (5) Womock & Womack: .Das singende Soulpärchen in solider Form. Home Sweet Home, obwohl sie ja auch manchmal unterwegs sind. Für Singles nicht funky genug.“ (3) Dr. Alban: .Sehr hübsch.“ (5)

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