ME 12/22

Der Musikexpress 12/2022 mit The Cure, Weyes Blood, Röyksopp & Nina Hagen – die Themen im Überblick

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Zum Einstieg wie immer unser „Making-Of“ aus dem hier beworbenen Printprodukt:

ES GIBT HOFFNUNG, ES GIBT HEILUNG

Note to self: Wenn The Cures Robert Smith vom Heftcover grüßt, sollte unbedingt mehr Zeit in der Teeküche eingeplant werden. I don’t care if Monday’s black. Denn kaum eine andere Band kann einen solchen Anekdoten-Flashmob heraufbeschwören. Literaturexpertin Ariana Zustra erzählt zum Beispiel mit wohligem Schauer, wie sie sich als Kind in Kroatien vor Robert Smith und dessen Look gefürchtet habe. Versteht man sofort. Tuesday, Wednesday, heart attack.

Edelvolontär Martin Schüler gruselt sich ebenfalls, allerdings spricht er von einer Beziehung, die gescheitert ist und welche Rolle ein Cure-Album dabei spielte. Plattenmeister Thomas Winkler gibt an, einst ganz kurz die gleiche Frisur, das gleiche Augen-Make-up wie Robert Smith getragen zu haben. Aufregend! Ob es davon noch Fotos gäbe, wollen alle wissen. Vielleicht. Thursday never looking back.

Apropos Frisur, „Smith habe ja mal gesagt“, erinnert sich Linus Volkmann, mit drei Tage alten Muffins hantierend, „er nutze Gleitgel als Haarprodukt“. Zwar kann das nicht mal das Internet bestätigen, geglaubt wird’s trotzdem umso lieber. Als Managing Editor Stephan Rehm Rozanes eine Story zum Besten gibt, wie er sich in einem dunklen Winterwald verlief, bekleidet mit kaum mehr als einem MP3-Player, auf dem eine Cure-Platte ihm den Weg wies, ist an Arbeit endgültig nicht mehr zu denken. Zum Glück ist die Woche bald rum. It’s Friday, I’m in love.

Der Musikexpress 12/2022 – die Themen im Überblick:

The Cure – Der Weg raus aus der Goth-Nische

Kurz vor der Veröffentlichung ihres 14. Studioalbums sind The Cure endgültig zu allseits verehrten Elder Statesmen des Indie-Rock geworden. Inmitten der Krise des Live-Geschäfts spielen sie auf einer gigantischen Tour Abend für Abend in den größten Arenen. Sie sind jetzt eine dieser Bands, „die man unbedingt mindestens einmal im Leben gesehen haben muss“. Die Basis für diesen Status legten The Cure vor exakt 30 Jahren mit dem Album WISH. Wichtig dabei: ein Feierabendbier, ein Keyboarder, der eigentlich Gitarrist ist und die übermalten Haare von Phil Collins.

Weyes Blood – Die Hoffnung vor dem Fegefeuer

Globale Krisen, Individualismus und Einsamkeit: Auf AND IN THE DARKNESS, HEARTS AGLOW zeichnet Weyes Blood ein Stimmungsbild in Zeiten immer rasanterer Beschleunigung. Gekleidet in überirdischen Folk und orchestralen Kammerpop, stellt sie die Frage nach dem Band, das uns zusammenhält. Wie kann die Verbundenheit zwischen Menschen in der alltäglichen Dystopie bestehen?

Phoenix – Auf dem Gipfel der Kunst

Nachts im Museum etc.: Ja, die Indie-Pop-Darlings Phoenix haben für ihr neues Album ein Studio im Louvre eingerichtet. Aber nicht mal das hat ihren slicken Sound ranzig gemacht!

New Age – Das letzte Tabu

Inmitten einer Lebenskrise findet unser absolut geschmackssicherer Autor Fabian Peltsch über Umwege zur wohl uncoolsten aller Musikrichtungen: New Age. Getrieben von Abscheu und Faszination macht er sich auf die Suche nach dem Kern dieses Genres und fliegt nach Kalifornien. Dort trifft er Genies und Wahnsinnige, vor allem aber findet er zwischen Heilung und Humbug zu sich selbst.

Röyksopp: „Wir wollen nicht zu viel verlangen“

Auch nach über 20 Bandjahren tun Röyksopp sich mit Eigenlob und Künstlerhybris schwer. Und selbst wenn sie an ihrer Musik so detailversessen arbeiten, als würden sie damit ein großes Menschheitsrätsel lösen, ist es ihnen nicht wichtig, ob sie dafür XL-Aufmerksamkeit bekommen oder Fußnote bleiben. Im Interview schwanken die Electronica-Meister aus Norwegen zwischen Bescheidenheit, Lakonie und Überdruss. Interessant!

ME-Heldin: Nina Hagen – Für immer Punk

Keine(r) ist wie sie. Das wäre allen anderen auch viel zu anstrengend. Ausgerüstet mit der Mission, am Weltfrieden zu arbeiten, geistert Nina Hagen seit vielen Jahren durch die Medienlandschaft. Was dabei manchmal etwas untergeht, ist ihre musikalische Stellung von Ende der 70er- bis Mitte der 80er-Jahre: In dieser Zeit lebt Nina Hagen den Punk und füttert den Pop, wie keine andere Künstlerin es getan hat.

Außerdem im Heft:

>>> zur Musikexpress-Playlist für alle!

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