Pat Metheny

Pat Metheny ist wie kein anderer moderner Jazzmusiker auch im „musikalischen Ausland“ der Rock-Pop-Szene für fast jedermann ein Begriff. Seine Musik hat den schönen Schein anspruchsvoller Pop-Musik, die Originalität des Jazz, das Fernweh der Ethno-Musik, die kalte Rationalität futuristischer Computer-Klänge und das Beruhigende eines akustischen Psychotherapeutikums. In seinem unbekümmerten Antipurismus eint Metheny diese Gegensätze in einem fröhlichen Rührwerk zwischen kühner Genialität und unbekümmerter Freude am naiven Collagieren. Vor allem Lyle Mays, sein Partner an den Keyboards, sorgt maßgeblich für die elektronische Zauberlandschaft. Auch alle anderen Musiker der aktuellen Band sind hochbegabte Virtuosen. In der Alten Oper sind sie aber kaum mehr als Erfüllungsgehilfen für Methenys feinsinnige Alchimie der Klangfarben. Einzige Aufgabe der Vokalisten David Blamires und Mark Ledford ist es, die Gitarren-Stimme ihres Meisters zu multiplizieren, sie exotisch zu parfümieren. Das ist allerdings Parfüm, das unwiderstehlich macht.

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