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Postpunkparty: Wegen Drangsal dürfte sich die MUSIKEXPRESS Klubtour in Rostock besonders lohnen

Wer von unserer MUSIKEXPRESS Klubtour las, weiß schon Bescheid: Nach langen Nächten in München und Hamburg machen wir am 2. Oktober 2017 in Rostock Halt und beweisen en passant, dass die Stadt an der Ostsee mehr zu bieten hat als Marteria, Drittliga-Fußball und Fisch. Und sei es nur für einen Abend.

Für die Rostock-Ausgabe der „MUSIKEXPRESS Klubtour Cool Nights powered by Wodka Gorbatschow“ im Mau Club konnten wir mit Drangsal, Lea Porcelain und Der Ringer drei Live-Acts gewinnen, die allesamt besonders hoch in der Gunst unserer Redaktion stehen. Hinter Drangsal steckt, Ihr wisst das, der pfälzische Wahlberliner Max Gruber, der mit seinem Debüt HARIESCHAIM vor anderthalb Jahren New-Wave-, Postpunk- und Goth-Anleihen aus den Achtzigern in die Indiedisco der Jetztzeit beförderte. Zuletzt war er in Caspers Video zu „Keine Angst“ zu sehen und zu hören sowie in Sam Vance Laws „Prettyboy“-Video zu sehen, und wir sind heller Vorfreude: Sein zweites Album darf mit etwas Glück noch im Laufe dieses Jahres erwartet werden.

Mit ähnlich viel Glück also spielt Gruber am 2. Oktober bereits neue Songs, von denen wir freilich noch keinen blassen Schimmer haben, ob sie wieder derart in den Achtzigern verortet sein werden wie die auf HARIESCHAIM. Das war nämlich das, was uns damals gleichermaßen begeisterte und skeptisch stimmte: „Ist das jetzt ein Retromania-mäßig ausgedachtes, schwarzhaariges One Trick Pony? Alter Wein, neue, von Produzent Markus Ganter (Tocotronic, Casper) detailgenau geklöppelte Schläuche? Oder geht da mehr, finden wir da Anker in Gegenwart und Zukunft?“, fragte ME-Redakteur Jochen Overbeck in seiner Rezension und antwortete mit einem eindeutigen „Jein“. Eine klarere Antwort werden wir vielleicht nach Drangsals Auftritt bei der MUSIKEXPRESS Klubtour in Rostock kennen.


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Aber Drangsal ist ja nicht der einzige, der Euch in Rostock seine Musik live um die Ohren hauen wird: Auch Lea Porcelain wissen um die Schönheit der Nostalgie und erinnern auf ihrem Debüt HYMNS TO THE NIGHT nicht nur einmal an Joy Division. Ihr Hintergrund – Julien Bracht und Markus Nikolaus haben sich in ihrem Nachtleben als DJs kennengelernt – sorgt aber für eine Clubtauglichkeit, die ihren Sound wie gemacht für eine sehr sehr lange Partynacht erscheinen lässt.



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