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Rassismus-Vorwürfe gegen Sharon Osbourne

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Sharon Osbourne – Talkshow-Moderatorin und Managerin von ihrem Ehemann Ozzy Osbourne – muss sich aktuell mehreren Rassismus-Vorwürfen stellen. Sie dementiert alle Anschuldigungen. Doch was genau ist passiert?

Das gesamte Debakel begann Anfang März, als der britische Talkmaster Piers Morgan in einem Interview den Wahrheitsgehalt des CBS-Interviews mit Prinz Harry und Meghan Markle – darunter auch die Rassismus-Vorwürfe der Herzogin gegen das britische Königshaus – öffentlich anzweifelte. Nachdem der Moderator die Sendung „Good Morning Britain“ im Streitgespräch verließ, stellte sich Sharon Osbourne kurz darauf via Twitter auf die Seite von Morgan – der laut eigenen Aussagen ein enger Freund von ihr sei.

Sharon Osbourne zu Piers Morgan: „Ich stehe zu dir. Ich stehe dir bei“

Auf Twitter schrieb die Moderatorin: „Ich stehe zu dir. Ich stehe dir bei. Die Leute vergessen, dass du für deine Meinung bezahlt wirst und dass du nur deine Wahrheit sagst.“ Daraufhin entfachte am 10. März 2021 bei der CBS-Sendung „The Talk“ ein Streit zwischen Sharon Osbourne und ihrer Co-Moderatorin Sheryl Underwood, die Osbourne auf die Situation mit Piers Morgan ansprach und sie fragte, ob sie Morgans „rassistische Äußerungen“ verteidigen würde. Obsourne verhielt sich während des Gesprächs stark defensiv und sagte zu Underwood unter anderem, sie dürfe nicht weinen; „wenn jemand weinen darf, dann ich“, so die Moderatorin. Nach der Ausstrahlung der kontroversen Folge setzte CBS die Produktion der Serie vorerst ab erklärte, dass sie den Vorfall untersuchen wollen würden.

Sie sei „reingelegt“ und als „Opferlamm“ dargeboten worden

Nun hat sich Sharon Osbourne öffentlich zu dem besagten Vorfall geäußert. Am Freitag, den 12. März 2021 schrieb die Managerin zunächst eine öffentliche Entschuldigung via Twitter, in der es unter anderem heißt: „Jeder Person of Color, die ich beleidigt habe, und/oder jedem, der sich durch das, was ich gesagt habe, verwirrt oder im Stich gelassen fühlt – es tut mir aufrichtig leid. Ich geriet in Panik, fühlte mich überrumpelt, wurde defensiv und ließ zu, dass meine Angst und mein Entsetzen darüber, als rassistisch beschuldigt zu werden, die Oberhand gewannen.“ Daraufhin gab sie ein Exklusiv-Interview mit „Entertainment Tonight“, in der sie behauptet, sie sei von den Executives von „The Talk“ „reingelegt“ und als „Opferlamm“ dargeboten worden. „Entertainment Tonight“ schreibt unter anderem: „Osbourne behauptet, dass sie von Underwood überrumpelt wurde, ihre Unterstützung für Morgan in Zweifel gezogen und von den Showrunnern und Produzenten nicht ausreichend vorbereitet wurde.“

Nun sind neue Rassismus-Vorwürfe gegen Sharon Osbourne aufgetaucht

Dennoch, so Osbourne, habe sie sich bereits Sheryl Underwood entschuldigt. Sie erklärte: „Ich liebe Sheryl, ich habe mich bei Sheryl entschuldigt, sie hat es nicht erwidert und ich kann es verstehen. Sheryl braucht ihre Zeit.“ Nach dem höchst kontroversen Streit sind nun jedoch neue Anschuldigungen aufgetaucht, die Osbourne eine lange Geschichte von rassistischen Bemerkungen gegenüber ihren Co-Moderator*innen vorwerfen. So behauptet die ehemalige „The Talk“-Moderatorin und „King of Queens“-Schauspielerin Leah Remini, Osbourne habe ihre frühere Kollegin Julie Chen unter anderem als „Wonton“ (eine chinesische Speise) und „slanty eyes“ (deutsch: Schlitzauge) bezeichnet. Zudem, so Remini, soll Osbourne über ihre Co-Moderatorin Holly Robinson Peete gesagt haben, man könne ihr nicht trauen und stattdessen eine „andere Schwarze Person finden, die lustig ist“. Nach diesen weiteren Anschuldigungen hat CBS die Sendepause von „The Talk“ verlängert, damit der Sender „einen Prozess durchführen kann, bei dem alle Stimmen gehört werden, Behauptungen untersucht werden und, wenn nötig, geeignete Maßnahmen ergriffen werden.“

+++Dieser Artikel erschien zuerst auf rollingstone.de+++


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