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Alexandra Savior Belladonna of Sadness

Columbia/Sony

von
Foto: Columbia/Sony

Es ist bemerkenswert, wie abgeklärt und dabei sehnsüchtig, wie träge und doch felsenfest diese gerade einmal 21-jährige Stimme klingt. Sie gehört Alexandra Savior, die in den vergangenen Monaten als Muse von Alex Turner durchs Internet-Dorf gejagt wurde. Natürlich hört man ihrem Debüt BELLADONNA OF SADNESS, das der Arctic Monkey co-produzierte, Referenzen an seine jüngeren Arbeiten an, doch es wäre idiotisch zu denken, dass erst er die aus Portland stammende Musikerin auf den Nostalgie-Pfad gelockt hätte.

Denn Savior selbst bricht auch trotz der immer wieder vulgären Sprache nicht mit dem divenhaften Duktus, der insbesondere in den verschleppten Sequenzen zur Geltung kommt. Wenn Savior Vokale wie überzuckerte Kirschkaugummis lang zieht, geht ihr Konzept auf: Songs wie „Audeline“ sind großer Hollywood-Pop, Musik für Großaufnahmen von schönen, traurigen Menschen. Das kann, wenn es ihm an belebenden Elementen fehlt, wie etwa dem flotten Rhythmus in „Till You’re Mine“, kitschig wirken („Cupid“). Doch Saviors schwelgerischer Stimme folgt man auch in solchen Momenten gerne durch die mit Patina bedeckten Bilder, die sie malt.

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