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Bonaparte The Return of Stravinsky Wellington

Bonaparte/Believe (VÖ: 2.6.)

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Foto: Bonaparte/Believe (VÖ: 2.6.)

Wenn das so weitergeht, ist Berlin bald so teuer wie München und genauso langweilig. Die Partys sind auch nicht mehr das, was sie mal waren, und die coolen Clubs alle längst dicht. Und jetzt machen auch noch Bonaparte mit THE RETURN OF STRAVINSKY WELLINGTON eine erwachsene Platte.

Dazu muss man sich nur mal anhören, wie Tobias Jundt „There’s a party at the halfway house“ singt. Diese Fete ist mit ihrem gemütlichen Midtempo und den gepflegten Soul-Bläsern weit entfernt von den wild klappernden, den Hedonismus hochleben lassenden Sex-uns-Spaß-Hymnen, mit denen der schweizerische Wahlberliner zum „Party-Kaiser“ und sein Bandprojekt zum liebsten Soundtrack-Lieferanten der Feier-Metropole an der Spree wurde.

Heute besingt Jundt ein „homecoming after the madness“ und beklagt: „My arm is growing tired of waving the white flag.“ Aber Aufgeben gilt nicht: Die Geschwindigkeit mag heruntergefahren sein und nicht mehr jeder Track klingt, als würden schwitzende Körper übereinander purzeln, aber nach den eher unentschlossen wirkenden SORRY, WE’RE OPEN (2012) und BONAPARTE (2014) hat Jundt nun auch musikalisch das Ende des Sturm und Drangs akzeptiert: Die Folge sind fein strukturierte Popsongs, eingängige Melodien und nachgerade zurückgenommene Arrangements. Aber wenn Bonaparte jetzt von der die polyamourösen Polly erzählen oder in „White Noize“ sogar politisch werden, dann sind sie plötzlich doch wieder sehr am Puls der Zeit.

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