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Cate Le Bon Reward


Mexican Summer/Alive (VÖ: 24.5.)

Vielleicht ist es ja in der Wüste passiert. Vielleicht hat sich Cate Le Bon draußen im texanischen Marfa in die Leere verliebt, als sie dort mit Deerhunter deren aktuelles Album aufnahm. Oder im britischen Lake District, wo sie Monate im Nirgendwo verbrachte, um Tischlern zu lernen und an neuen Songs zu arbeiten.

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Jedenfalls ist etwas mit dem Sound der Waliserin geschehen: Ihr letztes Soloalbum CRAB DAY versammelte noch Velvet-Undergroundige Postpunk-Stücke, denen 13 Waldgeister und Kate Bush das Bein gestellt haben; auch HIPPO LITE, die zweite Platte ihres Duo-Projekts Drinks, holperte mittelkräftig. Auf REWARD stolpert Le Bon nun nicht mehr durch ihre Songs – sie schwebt.

Die Stücke klingen elektronischer und weniger vollgestellt als bislang, der Himmel hängt schief und voller Tröten, und wie in der Wüste dehnt sich die Zeit, wenn Synthesizer sanft das Bild vernebeln.

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Dieser Ambientsound mit Klavier und Saxofon, die Fata-Morgana-hafte Stimmung von Songs wie „Miami“ verfängt nicht ganz so leicht wie die raue Ästhetik von CRAB DAY oder dessen Vorgänger MUG MUSEUM. Aber mit REWARD ist es wie mit kargen Landschaften: Wenn man nur lange genug ins große, gleißende Nichts schaut, sieht man Dinge, die gar nicht da sind.


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