Der Geschenkeguide für Musikliebhaber*innen

Musikexpress Empfiehlt


Noch kein Geschenk für Eure Liebsten? Kein Problem! Wir helfen Euch bei der Entscheidung, das perfekte Präsent für die Musiknerds in der Familie oder im Freundeskreis zu finden. Hier werdet Ihr im Vorlauf zu den Weihnachtstagen immer wieder neue Empfehlungen und Produkte zum Verschenken finden. Die könnt Ihr Euch natürlich auch selber wünschen oder schenken!

Der Geschenkeguide für Musikliebhaber*innen

  • Minor III


    Mit Marshalls Minor III noch länger Musik hören. Auch praktisch: Wird ein Ohrhörer vom Träger herausgenommen, pausiert die Musik automatisch – beim wieder Einstecken ins Ohr geht es nahtlos mit den Lieblingssongs weiter.

  • Motif A.N.C.


    Mit Marshalls Motif A.N.C. lassen sich Umgebungsgeräusche ausblenden, sodass man ganz ungestört in die eigenen Lieblings-Tracks eintauchen kann. Das Level an aktiver Geräuschunterdrückung und Transparenz kann ganz individuell bestimmt werden.


David Bowie Scary Monsters (and Super Creeps)


Beatles (EMI)

von

Enttäuschung, die jedoch schnell verflogen ist: David Bowie, der bislang nahezu mit jeder LP neue Perspektiven zumindest vortäuschte, flüchtet sich ins Pierrot-Kostüm und begibt sich stilistisch zurück zwischen die Alben STATION TO STATION und LOW. Dort allerdings schafft er sich auf neutralem Gebiet ein zeitloses kreatives Universum, das ohne die Erfahrungen von LOW, HEROES und LODGER kaum hätte entstehen können. Die Hast, dem Trend immer ein paar Takte vorauszusein, findet also auch bei David Bowie (vorerst) ihre Ruhe in der Erkenntnis, daß er keine Rolle im Teenage Wildlife mehr spielen will oder kann. Er verweigert sich:

„You’ll take me aside, and say
‚Well, David, what shall I do?
They wait for me in the hallway‘
I’ll say ‚Don’t ask me, I don’t know any hallways‘
But they move in numbers and they’ve got me in a corner
I feel like a group of one, no-no
They can’t do this to me
I’m not some piece
of teenage wildlife“

Bowie verzichtet diesmal auf herausragende Experimente. Keine elektronischen Klanggemälde wie auf LOW und HEROES, kein Vordringen in musikalische Ursprungsgebiete wie auf LODGER; David Bowie und Produzent Tony Visconti entschieden sich diesmal für ein homogenes musikalisches Umfeld. SCARY MONSTERS ist ein faszinierendes Gebilde aus lebendig arrangierten Soundwänden, zusammengehalten durch das nun schon obligatorische manisch/magische Schlagzeug. Bowies Genie besteht darin, Souveränität zu beweisen, wo andere längst banal oder im anderen Extrem eben pathetisch wären. Übrigens hatte er neben seiner bewährten Band wieder einige Gäste im Studio. Darunter Pete Townshend, der für Bowies Elvis-inspirierte Gefühlsausbrüche in „Because You’re Young“ seine geradlinige Handschrift hinterließ und Robert Fripp, der sogar auf sechs Titeln some burning guitar (inklusive einiger Takte Frippertronics) beisteuerte.

Auf SCARY MONSTERS erreicht Bowie, was Texte und deren Interpretation angeht, die höchste Intensität seit Jahren – dieses Engagement steigert sich gelegentlich jedoch bis zum Rand überschnappender Hysterie. David Bowie hat (Generations-)Probleme zu verarbeiten. In diesem Fall ein Segen für seine Kreativität. War LODGER musikalisch vielleicht mutiger, so wirkt David Bowie auf der neuen LP überlegener. In „Ashes To Ashes“, als Song gleichermaßen verräterisch wie geheimnisvoll, konfrontiert er uns sogar mit „SPACE ODDITY“-Nostalgie. Zwar erfahren wir nun, daß der abgehobene Major Tom ein lunkie ist, aber hat Bowie ihn damit wirklich entmystifiziert? Er gibt in diesem Album einiges preis, allerdings auch nicht zu viel.


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