Der Mann, der niemals lebte von Ridley Scott, USA 2008 :: Start-20.11.

Something to talk ahout: DiCaprio und Crowe telefonieren um die Wette.

Memo an Hollywood: Menschen-und sei die Situation noch so dramatisch – beim Telefonieren zuzusehen, ist l-a-n-g-w-e-i-l-i-g. Auch dann, wenn es Leonardo DiCaprio und Russell Crowe sind, die sich da unter Hochspannung und einem Maximum an verkniffenen Augenbrauen und zerfurchten Stirnfalten gegenseitig anraunzen. Auch dann, wenn es um die nationale Sicherheit und hochrangige Al-Qaida-Terroristen geht. Auch dann, wenn Ridley Scott um die Telefonate einen visuellen Wirbelsturm entfacht, als sei er Gandalf selbst. Auch dann, wenn die verbalen Schlagabtausche aus der Feder von departed-Aucot William Monahan stammen. Soll heißen: Aller politischen Brisanz und inszenatorischen Klasse zum Trotz kommt diese Verfilmung eines Romans des Washington-Post-Kolumnisten David Ignatius nicht in Fahrt. Den Insider-Blick nimmt man Scotts Versuch, komplexe Inhalte in eine Form zu bringen, in der sich auch Jason Bourne wohlfühlen würde, nicht ab.

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