Highlight: 40 Alben, die Spotify nicht kennt

DJ Shadow Our Pathetic Age


Mass Appeal/Caroline/Universal (VÖ: 15.11.)

OUR PATHETIC AGE ist kein Doppelalbum, sondern zwei Alben mit einem Etikett. Das erste bietet elf Instrumentaltracks, die man getrost ignorieren kann: Retrofuturistische Electronica mit „Blade Runner“-Atmosphäre, die nach Dystopie und Beklemmung klingt. Alles in allem nicht übel, aber andere bekommen das besser hin, u.a. John Carpenter.

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Und sowieso, dies ist immer noch DJ Shadow, dessen ENDTRODUCING….. das, was Turntablism zu leisten vermag, neu definiert hatte. Teil zwei bringt dann die Gaststimmen ins Spiel. DJ Shadows Ruf in der HipHop-Szene ist makellos, meldet er sich, sagen die MCs nicht nein, nicht Ghostface Killah oder De La Soul, nicht Run The Jewels oder Nas. Alle liefern, was DJ Shadow von ihnen verlangt, seine Beats sind solide, die Ideenvielfalt beachtlich – und doch wirkt die Chose wie ein Relikt aus den 90ern.

Im blassen „Small Colleges“ singt Paul Banks und klingt wie Jan Delay mit Nasenspray. Ein Knaller hingegen ist das Titelstück mit Sam Herring von Future Islands: Sophisticated-New-Romantic-Pop hat man von Shadow noch nicht gehört – und ausgerechnet diese seltsame Idee geht auf.


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