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Album der Woche

Girl Ray Earl Grey

Moshi Moshi/Rough Trade (VÖ: 4.8.)

von

Ewiger noch als die Liebe ist der Liebeskummer, und Liebeskummerpop sollte immer so klingen wie hier. Denn das Trio aus London spielt ihn, als dürfe er nie zu Ende gehen. Mehr noch als der Pop in mittlerem Tempo ist es die klassische Instrumentierung (Gitarre, Drums, Bass) und die noch klassischere Produktion, die EARL GREY zu einem berückenden Debüt macht. Wie andere Musiker ihrer Generation (alle Musikerinnen sind gerade mal volljährig) spielen Girl Ray – der Name war ursprünglich ein albernes Wortspiel mit Man Ray und ist dann geblieben – sich nicht einfach nur postmodern quer durch die Musikgeschichte. Sie suchen sich die besten Stellen raus und extemporieren sie mit einschüchternder Reife.

Sonnigstes Songwriting trifft auf eine traurige Grundstimmung, der Gesang von Poppy Hankin legt Melodien aus wie Schlingen, die sich langsam zuziehen. Man höre nur „Stupid Things“, das aus dem Kreiseln und Pirouettieren gar nicht mehr herauskommt. Ihre große Liebe gilt Todd Rundgren, und dieses Faible für harmonisch durchglühten Softrock hört man deutlich heraus. Und natürlich die Liebe zum Liebeskummer.

Klingt wie: Carole King: Tapestry (1971) / Belle & Sebastian: The Boy With The Arab Strap (1998) / Cate le Bon: Crab Day (2016)


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