Horse Thief Fear In Bliss


Bella Union/[PIAS] Coop/Rough Trade

Die aus dem texanischen Denton stammenden und wegen eines Studiums nach Oklahoma City übergesiedelten Neulinge sind zum ersten Mal mit der EP GROW DEEP, GROW WILD aufgefallen, vor allem wegen des euphorisierenden Popsongs „I Am The Bear“. Im Vergleich dazu wirkt das Album melancholischer. Mit den perlenden Gitarren und dem Wehklagen in „I Don’t Mind“ werden Freunde von Interpol gut leben können.

„Already Dead“ dagegen ist keine Moritat, sondern weist auf das Ende des Dunkels hin: „I’ll be good, I’ll be safe for the rest of our days.“ Überhaupt lässt sich feststellen, dass sich die Stimmung mehr und mehr aufhellt, je länger das Album dauert. In „Dead Drum“ und „Let Go“ ist man wieder bei den Klingelgitarren angelangt, die man von der EP kennt. Beim sphärischen Finale „Warm Regards“ weiß man endgültig, warum Simon Raymonde diese Band unbedingt für sein Label Bella Union haben wollte. Der Sound erinnerte ihn an die Achtziger, als er Mitglied der Cocteau Twins war.


Die schönste Fußnote der Rockgeschichte: Vor 20 Jahren erschien Semisonics „FEELING STRANGELY FINE“
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