Jessie Reyez

Before Love Came To Kill Us

Island/Universal (VÖ: 27.03.)

Die Kanadierin zeigt, dass selbst in den Mainstream-Pop die Weirdness Einzug gehalten hat.

Auch wenn man angesichts des ersten Songs, dieses kindlich übersteigerten, gequält gedehnten Gesangs, wegen Klimperklavier und schrägem Getröte leicht darauf kommen könnte: Nein, das ist nicht das Comeback-Album von CocoRosie. Nein, das ist – nach diversen EPs, Nummer-eins-Hits und Auszeichnungen – das Debütalbum von Jessie Reyez.

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Auch wenn BEFORE LOVE CAME TO KILL US mit jedem Song ein wenig konventioneller wird, Reyez in einer norahjonesigen Ballade wie „Intruders“ sogar ihren allzu oft gefährlich gedehnten Stimmbändern etwas Erholung gönnt, beweist es immerhin, wie vollständig der Weird oder auch Freak Folk der Nullerjahre mittlerweile in den Mainstream-Pop eingesickert ist und – in diesem Fall – sehr selbstverständlich mit anderen modernen Errungenschaften aus R’n’B und HipHop verschmolzen wird.

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Da fügen sich auch die Gastauftritte von Eminem (nur echt mit Four-Letter-Words, abgerissenen Köpfen und Schussgeräuschen) und 6Lack schlüssig ein, ebenso wie Referenzen an die hispanischen Wurzeln der 28-jährigen Kanadierin („La Memoria“) oder Stimmverfremdungs-Experimente („Dope“). Allerdings: Dieser Quengelgesang nervt auf Dauer ungemein.

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