Keith Richards

Auf diesem Album (wer auch was sehen möchte, kann sich das gleichnamige Video besorgen) präsentiert Keith ein 67minütiges Programm mit nahezu allen Titeln seiner Solo-LP TALK 15 CHEAP und vier Bonus-Tracks (,Too Rüde‘, .Happy“, ,Time Is On My Side“, .Connection*). Das alles in gewohnt rüdem Richards-Stil — schnörkellos, mit einem trockenen Bums vom Schlagzeug, heftig angeschlagenem Rock-Piano und — natürlich — mit einer wüst lärmenden Gitarre. Mit Jake It So Hard“ und .How I Wish“ geht’s zügig los. Aber Keith ist dort am überzeugendsten, wo er die Geschwindigkeit bis auf Balladentempo drosselt. So zum Beispiel in .Make No Mistoke“, bei dem er mit zerstörtem Lee Marvin-Timbre durch Strophe und Refrain torkelt. Für den alten Riffrocker spricht unter anderem, daß die Live-Version lebhafter aber ebenso unaufwendig ausfällt wie die Studioproduktion. Kein Fbmp, keine Materialschlacht. Statt dessen subtiles Miteinander von Bläsern Marke Memphis, Backgroundchören, Orgel und Gitarre — für Keith-Fans ein Muß, für Sfones-Anhänger Pflichtlektion.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.