Kris Kristofferson :: Feeling Mortal

KK Records/Proper/Rough Trade

Auf ihrem 28. Album präsentiert sich die Country-Legende in bestechender Form.

Kris Kristofferson schwingt sich mit 76 Jahren noch einmal zu alter Größe auf und liefert mit Feeling Mortal ein ebenso nachdenkliches wie berührendes Album ab, das qualitativ mit den Vorgängerwerken This Old Road (2006) und Closer To The Bone (2009) mithalten kann. Die Stimme mag manchmal ein wenig brüchig klingen, aber das spielt keine Rolle, solange die Geschichten, die er erzählt, mit Authentizität und Tiefgang punkten. Ähnlich wie Johnny Cash in seiner späten Phase hat auch Kris Kristofferson in den vergangenen Jahren zu einer Klarheit und Verletzlichkeit im Ausdruck zurückgefunden, die niemand kaltlassen kann. Bei Songs wie „You Don’t Tell Me What To Do“ und „Just Suppose“ ist er mit so viel Herzblut und Leidenschaft bei der Sache, dass man die körperlichen Schmerzen fast mitfühlen kann, die er hier beschreibt. Nur gut 30 Minuten dauert dieses Alterswerk, aber diese halbe Stunde hat es in sich. In nur drei Tagen hat Kris Kristofferson zusammen mit Langzeitproduzent Don Was 20 Songs aufgenommen. Die zehn besten haben es aufs Album geschafft, veredelt unter anderen von Sessionmusikern wie Pedal-Steel-Gitarrist Greg Leisz, Keyboarder Matt Rollins und Violinistin Sara Watkins. Eine Nummer sticht besonders hervor, seine wundervoll sentimentale Verbeugung vor seinem Freund, dem Folksänger „Ramblin‘ Jack“, dem er damit ein musikalisches Denkmal errichtet.

Key Tracks: „Feeling Mortal“, „You Don’t Tell Me What To Do“, „My Heart Was The Last One To Know“

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