Lali Puna Two Windows


Morr Music/Indigo

Nein, Lali-Puna-Fans haben es wirklich nicht leicht. Verstrichen zwischen dem Indietronic-Meilenstein FAKING THE BOOKS von 2004 und OUR INVENTIONS von 2010 noch sechs Jahre, hat es für den neuesten Streich des Teilzeitprojekts nun derer sieben gebraucht.

TWO WINDOWS, erstmals ohne Valerie Trebeljahrs Lebenspartner Markus Acher eingespielt, schließt in seinen feinteiligen Frickeleien und Trebeljahrs lindem, bisweilen fast gehauchtem Gesang einerseits da an, wo Lali Puna mit dem elektronisch geprägten OUR INVENTIONS aufhörten, andererseits ist jetzt auch eine zarte Orientierung Richtung Dancefloor auszumachen, die sich bereits im pulsierenden Beat des eröffnenden Titelstücks andeutet.

Zu Tanzboden-Rockern werden Lali Puna damit natürlich nicht. Dafür sind die Klanglandschaften, zu denen Trebeljahr über veränderte Lebensbedingungen zwischen Hyper-Beschleunigung und Total-Überwachung sinniert, zu subtil gesponnen, zu sehr von der leisen Melancholie einer Band durchwirkt, die sogar einen Kings-Of-Leon-Song wie „The Bucket“ in ihr ureigenes Klanguniversum zu übersetzen vermag.

Anzeige


ÄHNLICHE ARTIKEL

Thomas Morr über The Clean

COMPILATION von The Clean ist natürlich nur eine meiner Lieblingsplatten, aber ein viel zu kleines CD-Cover von Mark Hollis oder The Magnetic Fields' 69 LOVE SONGS wäre einfach peinlich

Anzeige

iPhone XR für 1 €* im Tarif MagentaMobil L mit Top-Smartphone

  • 6,1″ Liquid Retina Display
  • leistungsstarker Smartphone Chip
  • revolutionäres Kamerasystem

Bei der Telekom bestellen

I don't like Mondays: 7 Songs, die absolut missverstanden wurden
Weiterlesen