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Lambert Lambert


Staatsakt/Rough Trade

Bärtige Gitarrenmänner, macht Platz für die Jungs und Mädels am Piano! Wir wollen kein Gezupfe und Gejammere mehr. Wir möchten die Finger sanft über die Tasten wandern hören, wollen wortlose kurze Lieder. Weil sie uns anders traurig machen. Unangestrengter. Vielleicht sogar unbeteiligter. Nach Pianopapst Chilly Gonzales und dem akademisch trainierten Nils Frahm schickt sich der maskierte Lambert an, unsere Herzen zu erobern. Die Masche mit der Maske, nun ja, wenn es denn so sein soll.

Zu Recht viel Aufmerksamkeit brachten Lambert seine Interpretationen der Lieder von Ja, Panik, Boy und Bonaparte. Nun also LAMBERT, eine erste Sammlung mit 21 eigenen Stücken. Man wird sie in diesem Sommer aus offenen Balkontüren klingen hören, wie sie auf die Straße wehen und die Menschen dazu auffordern, kurz stehen zu bleiben.

„Quiet is the new loud“, wieder einmal, auch beim Staatsakt-Label. Lamberts beste Stücke wirken, als wären sie uralt. „Nantes“ klingt nach Schellack und Männern in Badeanzügen und mit breiten Schnurrbärten, „Requiem“ nach einer verregneten Beerdigung im Stummfilm. „Hope Delays A Lot“ ist kürzer als eine Minute und erinnert an die wunderbar verschlafenen Jazz-Alben, auf denen Chet Baker sang und sich vom Klavier begleiten ließ. Lambert erhebt seine Stimme nicht. Man hört nur sein Klavier. Das genügt.

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