Miles Kane  Coup De Grace


EMI/Universal 

Um es direkt auf den Punkt zu bringen: Last-Shadow-Puppets-Kumpel Alex Turner croont „Ultracheese“, Miles Kane spielt eine T.-Rex-Gedächtnisnummer namens „Cry On My Guitar“. Und genau so sollte es sein, Kane berichtet, er habe eine Menge Songs mit Lana Del Rey geschrieben, die ihm für COUP DE GRACE aber zu erhaben waren, zu sehr nach John-Lennon-Balladen klangen. Nur ein Stück aus den Sessions hat es auf das Album geschafft, „Loaded“ ist dann auch Highlight und Ruhepol einer Platte, die ansonsten größtenteils unbedingt ordentlich rocken will. Jamie T. hat an vielen Stücken mitgeschrieben, er und Kane hatten wohl noch ein paar Gitarrenriffs auf Lager, leider gibt es keine Melodien dazu: „Charlie Manson“ zum Beispiel klingt wie eine Mischung aus Supergrass und den Inspiral Carpets, jedoch ist der Refrain nur wild, wenig raffiniert, das Namedropping des Titels giert nach Effekt.

„The Wrong Side Of Life“ hat zwar einen guten Refrain, jedoch singt Miles Kane in den Strophen übertrieben wie ein wahnwitziger Soul’n’Blues-Übeltäter aus der Gosse. Klar, seine Stimme ist gut. Aber wenn sich Kane beim Singen zu sehr anstrengt, klingt er nicht mehr wie ’ne coole Sau, sondern wie ein James-Brown-Imitator. Nun würde man doch gerne die liegengebliebenen Songs aus der Zusammenarbeit mit Lana Del Rey hören. Kann gut sein, dass die bessere neue Kane-Platte noch auf Halde liegt. 

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