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Prinz Pi Nichts war umsonst

Keine Liebe/Groove Attack (VÖ: 03.11.)

von

Es ist unter harten Rap-Fans ja eine Art Volkssport, über Prinz Pi zu lästern, schließlich kam die Wandlung des Friedrich Kautz vom Royal-Bunker-gestählten Undergroundhelden Prinz Porno zum gefühligen Chartbreaker für ­viele Kollegen einem Hochverrat gleich. Doch weil wir es blöd finden, einen Mann dafür abzuwatschen, dass er lieber über das Leben meditiert, als Mütter zu ficken, versuchen wir NICHTS WAR UMSONST, des Prinzen neues Werk, frei von Vorurteil zu hören.

Nicht gleich abzuwinken, weil der Titeltrack seit August als Werbesong auf Sky läuft. Aber ach, es wird halt doch schnell peinlich, wenn Kautz im zweiten Track, „Das Original“, vom obligatorischen Piano begleitet allerlei Kalendersprüche über Authentizität („Coolness kann man sich nicht kaufen“ – potz Blitz!) aufsagt. Und gerade wenn man denkt, das Nervpotenzial ließe sich nur noch steigern, indem irgendeine Formatradio-Flitzpiepe aus der Torte springt, fängt prompt Marc Forster an zu singen: „Oh-oh-eoooh-oh.“ Zwar bewahren passable Balladenmomente die Platte davor, als Chartspop-Fiasko zu enden, aber leider ätzen sich vor allem die anbiedernden Aua-Momente fest. Sorry! Wir wollten es mögen.

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