Rainhard Fendrich – Von Zeit zu Zeit

Der erfolgreiche Wiener erlangte mit dem in einige Kultursprachen übersetzten Hit „Macho Macho“ europäisches Profil. Hierzulande zählt der 34jährige Smartie zum kleinen Kreis der Konzertmagneten. Mit seiner inzwischen neunten LP – wie der Vorgänger produziert von Tato Gomez (ex-Santiago, ex-Playing Games) – behauptet der Geschichten-Erzähler aus der Alpenrepublik seinen Status als Pop-Entertainer. Fendrich findet leicht aus dem Ghetto österreichischer Melancholie und darüberhinaus eine geschmackvolle Balance zwischen Nachdenklichkeit und Radioeignung. Die elf Fendrich-Originale beschäftigen sich mil kunstbeflissenem Vernissage-Publikum („Zeitgeisterfahrer“), mit dem achten „Geburtstag“ des Protagonisten oder bürgerlichen Berufswünschen der Eltern.

Die makellose Produktion von Tato Gomez geht souverän mit den Versatzstücken der Pop-Grammatik um. Doch man vermißt bei dieser Mischung jene Schaufel Schmutz, die echte Rockmusik düngt.

Warum wird Iggy Pop nach Dekaden mit einigen Höhen und tiefsten Tälern jetzt verehrt und geliebt wie nie zuvor? Antwort liefert unsere Titelgeschichte über den „Godfather of Punk“. Dem Heft liegt exklusiv eine Vinyl-Single mit Live-Versionen von „The Passenger“ und „Lust For Life“ bei, festgehalten während des 2023er Konzerts beim Montreux Jazz Festival. Die MUSIKEXPRESS-Ausgabe gibt es hier bequem zum Bestellen.