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Selig Kashmir Karma

Columbia / Sony (VÖ: 03.11.)

von

Der deutsche Beitrag zum Grunge wurde 1994 eingereicht und war von zwiespältiger Natur. Wer’s gerne in seiner Muttersprache wollte, wurde hier professionell (und mit Herzblut) bedient. Wer die Absicht erkannte (nämlich einen deutschen Beitrag zum Grunge zu leisten), reagierte verstimmt. Der Hype forderte seine Opfer, der Backlash ebenso, es gab Trennungen und Wiedervereinigungen, und inzwischen haben Selig sich und ihre Kunst durch Dauer und Beharrlichkeit beglaubigt.

Nun sind sie mit KASHMIR KARMA einmal im Kreis gelaufen, haben als Albumtitel einen damals, 1994, verworfenen Bandnamen gewählt – und erfanden sich in skandinavischer Einöde neu, indem sie sich von ihrem Keyboarder verabschiedeten und zu einem unbehauenen Proberaum-Sound zurückfanden. Und der steht dieser noch immer von großem emotionalen Mehrwert getragenen Musik auch deshalb so gut, weil sie die rhythmische Wiederholungssucht des Kraut mit der Wucht des Rock verbindet. Das kann man wie damals schon peinlich finden – wobei es noch peinlicher wäre, der Spielfreude und Persistenz von Jan Plewka und Co. keinen Respekt zu zollen. Hier sind sie auf der Höhe ihres Schaffens. 

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