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St. Vincent Masseduction

Caroline/Universal (VÖ: 13.10.)

von

Wunderbar an Annie Clark ist, dass man über sie kaum etwas weiß. War bei den Polyphonic Spree. Hat mit Amanda Palmer gesungen. Tourte mit Sufjan Stevens. Ist mit David Byrne befreundet. Punkt. Mehr ist kaum in Erfahrung zu bringen, weil sie sich als „private Person“ betrachtet. Das tun heute nicht mehr viele Menschen.

MASSEDUCTION markiert ihre endgültige Transformation von einer Heldin der New Yorker Indie-Szene zu, nun ja, einer künftigen Heiligen des Art Pop. Weit weniger jazzig, als etwa der Gastauftritt von Saxofonist Kamasi Washington vermuten lässt. Und weit weniger unterkühlt, als zu befürchten war.

St. Vincent zielt nicht nur mit ihren durchaus ohrwurmverdächtigen Melodien aus der Hüfte ins Schwarze, auch die Texte sitzen: „You’re the only motherfucker in the city who can handle me“, singt sie in „New York“ mit gedämpftem Weltschmerz, und man will’s ihr glauben. Auch deshalb, weil ausgetrampelte Pfade hier nur gekreuzt werden und sie sich stilistisch gerne in die Büsche schlägt – besonders beeindruckend immer dann, wenn ein funky Song zum Finale hin sich in mächtigen und muskulösen Kakophonien entlädt. So tanzbar wie ein Sack Zement, so schlau wie kaum eine zweite Platte dieser Saison.

 

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