The Kooks :: Junk Of The Heart

Virgin/ EMI

Der Indie-Pop der Kooks soll erwachsen werden – aber wie?

Altes Muster in drei Phasen bei vielen neuen britischen Bands: 1. Grandioses Debütalbum. 2. Ratloser Nachfolger mit altem Erfolgsrezept. 3. Verzweifelte Weiterentwicklung. The Kooks sind mit ihrem dritten Album Junk Of The Heart nun pünktlich in Phase drei angekommen, konnten sich aber wohl nicht entscheiden, welchen Ausweg aus dem Dilemma sie wählen sollten: Streicherarrangements oder Elektronik-Einflüsse? Sie versuchen nun beides, um ihren jugendlichen Himmelsstürmerpop endlich in die Volljährigkeit zu entlassen. Das verschafft Junk Of The Heart zwar einen bisweilen uneinheitlichen Gesamteindruck, aber dafür reichlich überraschende Momente wie das nur aus elektronischem Geklapper und einer erratischen Funk-Gitarre bestehende „Runaway“. Oder auch das elegische „Time Above The Earth“, das wiederum die Streicher ganz allein tragen müssen. Manche Idee führt aber auch in die Irre: Das Gitarrensolo in „How’d You Like That“ soll wahrscheinlich versiertes Muckertum nachweisen, ist aber vor allem eines: überflüssig. Aber zum Glück leuchten immer wieder, so zum Beispiel in dem wundervoll pathetischen „Rosie“, auch die ganz jungen Kooks noch einmal auf mit ihren hübschen Harmoniegesängen und jenen berückenden Melodien, die Luke Pritchard zu schreiben in der Lage ist. Solange die Suche weiter so großartige Songs abwirft, sollen The Kooks ruhig noch ein bisschen weiter suchen.

Key Tracks: „Rosie“, „Petulia“, „Killing Me“

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