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The War On Drugs A Deeper Understanding

von

Rumliegen, mit dem Auto fahren, früh um halb sechs auf der leeren Tanzfläche mit schalem Bier schmusen – das sind so Szenen, für die The War On Drugs den Soundtrack anbieten. So banal das auch klingen mag, so bedeutungsvoll weiß Meisterkopf Adam Granduciel das Sich-Anfühlen dieser Momente klingen zu lassen und für die Ewigkeit zu inszenieren.

Die Band, die früher auf „klingt wie Springsteen und Dylan“ reduziert wurde, hatte sich mit ihrem 2014er-Album LOST IN THE DREAM in die Kritikerherzen eingeschrieben und bewiesen, dass es auch ihren eigenen Sound gibt: atmosphärisch, psychedelisch und gut wegballernd. Die Suche nach Übersongs, wie sie auf dem Vorgänger zuhauf zu finden sind, gestaltet sich beim vierten Werk A DEEPER UNDERSTANDING zwar schwieriger, ist aber nicht umsonst. Dreieinhalb Jahre hat Granduciel sich in Studios verkrochen und perfektionistisch, wie er ist, erst Ruhe gegeben, als alles astrein produziert war.

Die zehn vorliegenden Songs sind vor allem wieder die Songs von einem, der etwas zu erzählen und ganz viel zu fühlen hat, nur ohne ekligen Pathoskram. Dass „Holding On“ der Hit der Platte ist, überrascht nicht, setzt er doch auf den bewährten „Red Eyes“-Effekt zwischen melancholischem Schwelgen und tanzbarem Gedudel. Produziert wurde gemeinsam mit Shawn Everett und man munkelt, dass sogar die Bandkollegen hin und wieder in die Arbeit miteinbezogen wurden. Während „Nothing To Find“, „Strangest Thing“ und das für die Bandverhältnisse fast ausgeflippte „Up All Night“ einen sofort bekommen, brauchen die anderen Songs allerdings ein Weilchen, werden dann aber bleiben und einem in den richtigen Momenten wieder begegnen.

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