Transsiberian von Brad Anderson. Spanien 2008 :: Start: 11.12.

Zug nach Nirgendwo: Emily Mortimer verpasst den Absprung.

Brad Anderson ist der beautiful freak, dem wir der Maschinist zu verdanken haben. Grund genug, bei seinem nächsten Film ganz genau hinzusehen. Und rechtschaffen zu staunen, denn transsiberian ist keine weitere Ode an die Obsession, sondern eine clevere und wirksame Referenz an Hitchock und dessen strangers on a train. Hier lässt er die Geschichte einer Zugfahrt, die ein amerikanisches Paar nach getaner missionarischer Arbeit in China unternimmt, um die angeschlagene eigene Ehe zu retten, Stück um Stück entgleisen und würzt die privaten Spannungen mit dunklen Machenschaften von Drogenschmugglern und korrupten russischen Cops, um die Eskalation herbeizuführen. Fast unmerklich lässt Anderson die von Emily Mortimer ganz großartig gespielte Ehefrau mehr und mehr in den Mittelpunkt des Geschehens rücken. Und ihre Dilemmata sind von so schwerwiegender Natur, dass sie Christian Bales Maschinisten noch einmal ein paar Jahre zusätzlichen Schlaf rauben würden.

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