Various Kitsuné New Faces


Kitsuné/Groove Attack (VÖ: 24.2.)

von

Eine Blues-Gitarre? Die wäre auf Veröffentlichungen des Kitsuné-Labels früher noch undenkbar gewesen. Aber die Dinge ändern sich automatisch bei einem Hipster-Label, wenn im traditionellen Jagdrevier nichts mehr zu holen ist. Elektro und Eighties-Pop hat man an der Seine mittlerweile durch, deshalb bekommen jetzt die Geschwister Thom und Lucy Southern aus Belfast mal eine Chance. Sie sind blutjung, singen und spielen beide Gitarre und treten unter ihrem Nachnamen als Band auf.

Der Doppelbesetzung wegen denkt man an The White Stripes, die ja auch immer wie Bruder und Schwester getan haben. Aber es hört sich in diesem Fall sensibler an. So, als seien Southern noch nicht richtig angekommen. Das lässt sich von George Fitzgerald nicht gerade behaupten. Seine mit Soul übersäten House-Tracks sorgen schon seit geraumer Zeit für den gewissen Kitzel. „I Can Tell By The Way You Move“ ist sein jüngstes Artefakt und lässt für das kommende Album, das beim Domino-Label veröffentlicht werden soll, einiges erwarten.

Panda hat nichts mit Panda Bear, Gold Panda, den berlinernden Pandas oder dem mexikanischen Rock-Exemplar mit demselben Namen zu tun. Der Lead-Track der EP „Eighty Nine“ erschien Ende des vergangenen Jahres bei Cool Kid Music und sorgt seitdem für ordentlich Betrieb in den Tanzstellen. Der bisher bekannteste Track von Lxury heißt „J.A.W.S“ und hat es schon auf Compilations von Hed Kandi und Ministry Of Sound geschafft. „Never Love“ macht im Vergleich dazu einen feineren Eindruck. Die Kitsunés haben für ihre neueste Zusammenstellung wieder einiges gefunden. Nur der uninspirierte Brit-Gitarrenrock von Superfood wäre nicht unbedingt nötig gewesen.


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