Selfmade Records: Nach 18 Jahren findet das Label sein Ende

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Bereits im Mai 2022 hat Elvir Omerbegovic das Ende des Labels Selfmade Records angekündigt. Am 27. September wurde ein Interview veröffentlicht, in dem er genauer über die Schließung der einflussreichen Plattenfirma spricht.

im Interview mit Aria Nejati, dem Head of Hip-Hop bei Apple Music, spricht Omerbegovic über die Gründung von Selfmade Records, seine Motivation, die Entwicklung des Labels und wie es Rap in Deutschland verändert habe. Gleichzeitig ist er dankbar für alles, was die Künstler geschafft haben und sagt über das Ende des Labels: „Klar, aus Sport-Perspektive hätten wir wahrscheinlich 2016 oder 2017 abschließen müssen. Aber das war nicht der Punkt. Ich habe einfach das erfüllt, was ich zugesagt habe.“

Daher kommt 2022 noch ein Karate-Andi-Album unter der Leitung von Selfmade Records und dann ist Schluss.

Geschichte

Elvir Omerbegovic und Philipp Dammann haben das Label Selfmade Records 2005 gegründet. Elvir leitete es bis 2014 zu zweit mit seinem Geschäftspartner Thomas Burkholz. Danach stieß Markus Huber von Universal Music dazu. Omerbegovic meint, die Vorteile sind kurze Wege, wenige Fehler und viel mehr Fokus auf das Produkt plus ein deutlich größeres Skillset.

„Ich bin sehr stolz darauf, dass Selfmade Records so lange derart erfolgreich war und freue mich, dass wir mit Division gerade ähnlich arbeiten.“

Bei Selfmade Records haben viele wichtige Deutschrap-Künstler ihre Karriere begonnen. Ob Kollegah, Casper, Genetikk, die 257ers, Farid Bang oder Karate Andi – alle sind aktuell noch ein relevanter Teil der Musikszene.

Auf Selfmade Records wurden über 40 Alben veröffentlicht. Zwölf davon landeten auf Platz eins der Charts und zwei Drittel aller Künstler wurden mit Gold oder Platin ausgezeichnet.

Elvir Omerbegovic ist der alleinige Inhaber der Plattfirma und hat außerdem „DIVISION“ gegründet, bei dem RIN, Schmyt und Kynda Gray unter Vertrag stehen.


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