Weezer Weezer (Black Album)


Atlantic/Warner

Wer ist Rivers Cuomo? Und was will er? Mit jedem Weezer-Album wird es schwerer, diese Fragen zu beantworten. Zuerst versöhnte er seine älteren Fans mit den brav rockenden Platten EVERYTHING WILL BE ALRIGHT IN THE END (2014) und dem „Weißen Album“ WEEZER (2016), dann warf er mit PACIFIC DAYDREAM (2017) wieder alles über den Haufen, um Weezer als moderne Pop-Band zu positionieren.

Unerwarteten Erfolg brachte das aus Jux und Tollerei aufgenommene Toto-Cover „Africa“. Also wurde im Januar eilig ein ganzes Cover-Album nachgeschoben, frei nach dem Motto „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“. Das klang nach einem Plan: Auf der 80er-Nostalgie-Welle gemütlich in den Lebensabend surfen. Gut für Weezer.

Aber jetzt kracht nur einen Monat später das seit drei Jahren angekündigte „Black Album“ WEEZER dazwischen – und passt mal wieder in kein Konzept. Die erste Single grüßt mit einem Refrain, der Jennifer Lopez, Santana und Tom Jones in der Tanzschule den Rang ablaufen könnte, wenn der Cha Cha Cha durchgenommen wird.

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Triumph und Elend liegen bei Weezer immer nahe beieinander, aber nirgendwo so nahe wie auf dieser Platte: Herrlich verträumt gleiten die Strophen von „High As A Kite“ durch IMAGINE-Sphären, bevor der Refrain in MAKE-BELIEVE-Tiefen stürzt. Auf das relaxte „Byzantine“ folgt das skrillexte „California Snow“. Sollen die Frühzeit-Fetischisten ihre Tränen mit dem Booklet der PINKERTON-Deluxe-Edition trocknen!

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