Highlight: 10 kuriose Feiertage (mit Popkulturbezug), die Ihr nicht nur 2019 feiern müsst

Wilco Star Wars


www.wilcoworld.net

Die sozialen Medien im Juli: Katzen, wie immer. Und „Star Wars“-Trailer. Gut, in Deutschland auch Merkel und Schäuble, aber aus amerikanischer Perspektive sind die zwei unwichtig. Und dann mischen sich am Freitag, dem 17. Juli, plötzlich Wilco ein: Ohne jede Vorankündigung veröffentlicht die Band ein neues Umsonst-Album: STAR WARS, mit Katze auf dem Cover.

Entlarvend, wie daraufhin einige Checker mit der Begriffskopplung „ausgerechnet Wilco“ reagierten, weil: Die sind ja schon älter und Social Media ja so superjung. Wow, ja, aber sogar Martin Walser und Norbert Blüm werden mittlerweile begriffen haben, wie simpel die Kulturtechniken Tweet und Posting funktionieren, so schwierig ist das nämlich alles nicht.

Zur Musik: STAR WARS ist das erste Wilco-Album nach vier Jahren, dazwischen hat Jeff Tweedy zusammen mit seinem Sohn eine sehr persönliche, beinahe tagebuchartige Platte aufgenommen. Schon hier zeigte sich, dass der Perfektionist aus Chicago das Loslassen gelernt hat. Diese elf neuen Songs nehmen diese Haltung auf. Mit gut einer halben Stunde ist das Album kurz, es beginnt mit der schrulligen No-Wave-Miniatur „EKG“, bevor die Band mit „More…“ direkt klarmacht, dass es sich bei dieser Aktion nicht um einen Scherz handelt: Nach nervöser Strophe mündet der Song in einen sehr eingängigen Folk-Refrain. Super ist, wie sich in letzten Sekunden der weiße Krach einer Gitarre in das Stück fräst, als würde Kevin Shields eine Session mit The Band abhalten. Und die Gitarren bleiben präsent, sind immer laut, klingen mal nach Glam, mal krautrockig, vor allem bei „You Satellite“, bei dem Tweedy obendrauf wie Lou Reed singt und die Band schließlich im Lärm versinkt.

YANKEE HOTEL FOXTROT war 2002 das Album zur CD-Epoche: lang, durchdacht, ausufernd. Eine abendfüllende Erzählung. STAR WARS ist das Wilco-Werk zur Zeit: kurz, mit vielen Höhepunkten, hier und da albern, Stück für Stück erschließbar. Und: fürs erste umsonst.


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Der Singer/Songwriter interpretiert sich selbst: akustisch und sehr intim.


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