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Yorkston/Thorne/Khan Navarasa: Nine Emotions


Domino/Good To Go (VÖ: 24.1.)

Jetzt also ein Konzeptalbum aus dem Klanglabor dieser indo-britischen Zusammenarbeit. NAVARASA kommt mit deutlich mehr Kulturgepäck daher als die beiden Vorgänger von James Yorkston, Jon Thorne und Suhail Yusuf Khan. Der Albumtitel verweist auf die neun Emotionen und Gefühle, die man einer jahrhundertealten Tradition folgend den darstellenden Künsten in Indien zuschreibt.

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Und so widmet sich ein jeder dieser neuen Songs einer dieser Emotionen, von Liebe und Schönheit bis hin zu Schrecken und Terror. Da die Stücke keineswegs einfach die schnell nachzuschlagenden indischen Namen der Gefühlszustände im Titel tragen, dürfen wir ein wenig die Nase in diese musikalischen Winde halten und versuchen, Stimmungen auszumachen.

Die drei sehr unterschied­lichen Stimmen und die vier Streich- und Zupfinstrumente (Gitarre, Schlüsselfiedel, Kontrabass und die indische Sarangi) verleihen den Folksongs und den klassischen Balladen sanft wechselnde Klangfarben, das Album besitzt im Vergleich zu den Vorgängern über größere Strecken eine eher pastorale Grundstimmung. Und tritt dann einmal entschieden aus diesem Muster heraus, wenn Suhail Yusuf Khan seine Onomatopoesien („Takke-te-ting-ting-ting-da“) über James Yorkstons Folkgesang schickt und eine schöne Irritation entsteht („Twa Brothers“).


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