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Zella Day Where Does The Devil Hide


Concord (VÖ: 28.8.)

von

Auf ihrer Instagram-Seite postete Zella Day kürzlich ein Statement, in dem sie ihre Solidarität mit all jenen bezeugt, die derzeit für Gerechtigkeit kämpfen. Eine ungewohnt politische Positionierung der 25-jährigen Singer-/Songwriterin aus Arizona, die in der Vergangenheit mit indiepoppigem Folk und geschmackvoll ausgewählten Coverversionen ebenso reüssierte wie mit glamourösen Werbekampagnen für große Modemarken.

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Man schrieb über Day, sie klänge wie eine fröhlichere Lana Del Rey, was nicht ganz falsch ist, zusammen aufgetreten sind die beiden auch schon. Die fünf neuen, von Dan Auerbach produzierten Songs, die Zella Day hier präsentiert, künden jedenfalls von Veränderung: Im Opener „People Are Strangers“ zelebriert Day nostalgisches Sixties-Flair, dramatisch und verletzlich zugleich, während sie in „My Game“ eine selbstbewusste Travestie abliefert. „Purple Haze“ ist entgegen früherer Gepflogenheiten kein Cover, sondern ein subtiles Spiel mit Worten und Assoziationen („sugar coated ozone“), das Days Good-Girl-Image lust- und absichtsvoll unterwandert.

Zella Day – Only A Dream (Official Music Video) auf YouTube ansehen

Ihr Folk- und Country-Background ist immer präsent, besonders im letzten Stück „Benny My Dear“, aber klar ist auch, dass Day fünf Jahre nach dem hochgelobten, introspektiv-autobiografischen Album KICKER nicht mehr in Videos verträumt auf Berglandschaften gucken will. Für sie ist die Zeit gekommen, um in Lackleder und Goldlamé für Gleichberechtigung zu kämpfen.

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