Highlight: Tame Impala: Alle Alben im Überblick

ME-Festival

Rezensiert: Yeasayers Alben im Überblick

Yeasayer haben sich 2019 so einiges vorgenommen: Insgesamt 26 Konzerte werden sie auf ihrer US-Tour geben. Zusätzlich stehen zahlreiche Festivalauftritte an. Auch bei unserem Festival „50 Jahre Musikexpress – Das Festival“ in der Berliner Max-Schmeling-Halle werden die Experimental-Rocker im August zu erleben sein. Außerdem dabei: Tame Impala und Blood Orange. Um die bereits bestehende Vorfreude noch ein wenig zu steigern, haben wir alle bisher erschienenen Alben der Band für Euch zusammengefasst.

Yeasayer – ALL HOUR CYMBALS (2007)

(We Are Free/Cargo)

Wer dieses Raumschiff im Indiekosmos antrifft, sieht es nur auf der Durchreise: Es fliegt viel weiter hinaus und hinauf. Dann ist es tatsächlich auf Worldmusic-Mission?

Was diese Kapelle aus Brooklyn aus dem (newwavigen) Pop der späten 70er- bis mittleren 80er-Jahre ins Jetzt transportiert, ist so wundersam wie wunderbar eigen: Yeasayer klingen wie jene Roxy Musics, Japans (und dann David Sylvian), Talking Heads und Peter Gabriels auf dem Weg in ebendiese … grenzenlos weite, rootsige und gleichsam bedingungslos artifizielle Welt hinaus.

So sehr die Gitarre Rhythmusgitarre sein will, die Backingvocals erschallen wie im Stamm gerufen und der Schlagzeuger die Toms hinauf und hinunterwandert wie ein Rasensprenkler, so afrikanisch-gospelig-krautig-mantraartig der Pop auf baren Füßen durch Busch und Steppe, über Orientteppiche und Marmorböden wandert, so bedingungslos verehren und dienen Yeasayer doch auch dem Gott aller Melodie. Und der liebt bekanntlich Chorgesänge, kaskadische Arrangements, Notenspaziergänge durch von ihm selbst angelegte Irrgärten.

Yeasayer liefern auch hier erstklassig ab wie die Weisen aus dem Morgenland dereinst Gold, Weihrauch und Myrrhe. Ein Wort wie „Prog“ will man da gar nicht hinschreiben, mag es noch so betteln, weil es zu harte Kanten hat. Und weil es weiterhin für die Musik Rätsel stellender Rockgelehrter steht. Yeasayer jedoch sind einfach rätselhaft.

(Oliver Götz)

Yeasayers „ALL HOUR CYMBALS“ jetzt bei Amazon.de bestellen

Yeasayer – ODD BLOOD (2010)

(Mute/Good To Go)

Wer sich nicht ziert, geht mit einem ordentlichen Rausch hinten raus aus diesem exotischen Progpopspaßbad – besoffen vor Glück.

We Are Free/Cargo
Mute/GoodToGo


Tame Impala: Alle Alben im Überblick
Weiterlesen