„Scream 7“: Wiz Khalifa rechnet mit KI und Deepfakes im Film ab
Wiz Khalifa rechnet in seinem Livestream mit „Scream 7“ ab: KI und Deepfakes seien aufgesetzt. Was andere Stars über Künstliche Intelligenz im Kino sagen.
Der US-Rapper Wiz Khalifa hat sich deutlich kritisch gegenüber dem neuen Horrorfilm „Scream 7“ geäußert.
In einem Livestream nahm er insbesondere die Verwendung von Künstlicher Intelligenz und Deepfake-Technologie ins Visier und bezeichnete diese als überflüssig und schlecht umgesetzt. Seiner Meinung nach wirkten diese Aspekte aufgesetzt und würden dem Film eher schaden als ihn zu bereichern.
Kritik am Umgang mit aktuellen Trends
Khalifa äußerte sich im Rahmen seines Livestream-Formats „The Sesh“, in dem er regelmäßig mit Fans spricht. Im Mittelpunkt von seiner Kritik steht der Eindruck, dass das Horror-Sequel moderne Technologien zu stark in den Vordergrund rückt.
Im Film spielen Deepfake-Videos eine Rolle, die von den Tätern eingesetzt werden, um Figuren psychologisch zu manipulieren. Für Khalifa wirkt dieser Ansatz wie ein Versuch, ein aktuelles Thema unbedingt in die Handlung einzubauen – unabhängig davon, ob es der Geschichte tatsächlich nützt. Wenn Filme zu stark auf zeitgenössische Trends reagieren, bestehe die Gefahr, dass sie schneller an Relevanz verlieren, so der Rapper.
Debatte über KI in Film und Musik
Die Kritik fällt in eine Zeit, in der der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Kreativbranche zunehmend diskutiert wird. In Hollywood wird KI unter anderem für visuelle Effekte, digitale Verjüngung von Schauspieler:innen oder generative Inhalte eingesetzt.
Gleichzeitig äußern sich einige Entertainer:innen skeptisch über die Rolle der Technologie. So betonte etwa Leonardo DiCaprio gegenüber dem „Time Magazine“ , KI könne zwar ein Werkzeug sein – echte Kunst müsse jedoch vom Menschen ausgehen. „Alles, was wirklich als Kunst gelten soll, muss vom Menschen kommen“, erklärte der Schauspieler.
Noch deutlicher positionierte sich der Oscar-prämierte Regisseur Guillermo del Toro. Dabei fiel „NPR“ gegenüber sinngemäß der drastische Satz: „Ich würde lieber sterben, als generative KI zu benutzen.“ Bei den Gotham Awards betonte der Filmemacher außerdem, sein Werk sei „von Menschen für Menschen“ geschaffen worden – und schloss seine Rede mit den Worten: „Scheiß auf KI.“
KI-Künstler:innen
Wie kontrovers das Thema inzwischen diskutiert wird, zeigt auch die KI-generierte Figur Tilly Norwood. Die digitale „Schauspielerin“ veröffentlichte kürzlich mit dem Song „Take the Lead“ ein Musikvideo, das künstliche Intelligenz offensiv als Zukunft kreativer Arbeit inszeniert – und in dem KI ausdrücklich als „nicht der Feind, sondern der Schlüssel“ besungen wird.
Der Schauspieler Chris Pratt reagierte bereits im Januar 2026 auf den Hype um KI-Darsteller:innen eher spöttisch. Gegenüber „Variety“ erklärte er, die Aufregung sei „alles kompletter Bullshit“. Über Norwood sagte er außerdem: „Ich habe noch nie einen Film mit ihr gesehen. Ich weiß nicht einmal, wer diese Frau sein soll.“
Erfolgreicher Kinostart trotz Kritik
Ungeachtet der Diskussionen konnte „Scream 7“ an den Kinokassen einen starken Start hinlegen. Zum US-Kinostart spielte der Film rund 64 Millionen US-Dollar ein. Auch international lief der Film sehr erfolgreich: Weltweit spielte er in seinem ersten Wochenende 97,2 Millionen US-Dollar ein und verfehlte damit nur knapp die 100-Millionen-Marke. Hier könnt ihr den Trailer ansehen:
„Scream 7“ ist in Deutschland deutlich erfolgreicher gestartet als sein Vorgänger. Am ersten Wochenende kauften rund 150.000 Menschen ein Ticket, inklusive der Previews liegt die Besucher:innenzahl laut „buffed“ bei etwa 167.500.
Damit erzielte das neue Sequel hierzulande den besten Kinostart seit der ursprünglichen Wes-Craven-Trilogie. „Scream VI“ hatte 2024 zum Vergleich nur rund 125.000 Tickets verkauft. Mit diesen Zahlen sicherte sich „Scream 7“ direkt Platz eins der deutschen Kinocharts.





