So absurd verlief Kanye Wests erste Wahlkampfveranstaltung

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Seitdem Kanye West am 4. Juli 2020 via Twitter seine Präsidentschaftskandidatur angekündigt hat, ist das Rätsel noch nicht gelöst, wie ernst es dem Rapper damit tatsächlich ist. So äußerte ein von West angestellter Berater bereits Zweifel an der Kandidatur, nachdem der Rapper die Frist für die Stimmabgabe in Florida versäumte. Doch nun häufen sich gegenteilige Signale. Am Sonntag, den 19. Juli 2020, hielt Kanye West sogar seine erste Präsidentschaftskampagne in South Carolina ab – und sie verlief mehr als absurd.

Während der einstündigen Veranstaltung im „Exquis Event Center“ in North Charleston, South Carolina, gab der Musiker eine Reihe von weitschweifenden, oft zusammenhanglosen Bemerkungen ab, in denen er versuchte, seine politischen Positionen zu erklären. Zu einem Punkt des Events wetterte er gegen die afroamerikanische Fluchthelferin Harreit Tubman und erklärte dem Publikum: „Sie befreite die Sklaven nicht, sie ließ sie für andere Weiße arbeiten.“ An einer anderen Stelle brüstete er sich mit seinem scheinbaren IQ von 132 Punkten und damit, dass er „ins Krankenhaus musste, weil mein Gehirn zu groß für meinen Schädel war.“

Doch damit nicht genug: In dem surrealistischsten Moment der Kundgebung verriet West, dass er seine Ehefrau Kim Kardashian vor der Geburt ihres ersten Kindes zu einer Abtreibung drängen wollte und brach daraufhin in Tränen aus. Weinend sagte der Musiker, dass er, wenn es keine „Vision Gottes“ gegeben hätte, zugelassen hätte, dass sein erstes Kind „ermordet“ worden wäre. Als daraufhin eine junge Frau die Bühne betrat, um West wegen seiner Ansichten zur Abtreibung herauszufordern, behauptete dieser, dass er nicht gegen Abtreibung sei. Stattdessen sagte der Rapper, Amerika müsse schwangere Frauen besser unterstützen, und schlug vor, jeder schwangeren Frau eine Million US-Dollar zu geben.

Ein neues Album soll auch noch kommen?

In all diesem Chaos hat West zudem ein neues Album mit dem Titel DONDA angekündigt, das am 24. Juli 2020 erscheinen soll. Der Tweet, in dem sowohl die Ankündigung als auch ein Cover-Artwork gezeigt wurde, ist allerdings vom Musiker kurz darauf wieder gelöscht worden. Ob das besagte Werk tatsächlich veröffentlicht wird oder nicht, ist demnach noch unklar.


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