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„Solo: A Star Wars Story“ soll zum Mehrteiler ausgebaut werden

Nachdem Disney und Lucasfilm nach dem Realese von „Star Wars: The Last Jedi“ einen herben Dämpfer hinnehmen mussten, weil sich sehr viele Fans über den Film beschwerten und er deutlich weniger Geld eingespielte als erwartet, wird der  evorstehende Kinostart von „Solo: A Star Wars Story“ mit noch mehr Spannung erwartet als ohnehin schon.

„Solo: A Star Wars Story“, in dem Alden Ehrenreich einen jungen Han Solo spielt und damit die Rolle von Harrison Ford übernimmt, feierte am Donnerstagabend Weltpremiere in den USA, nächste Woche wird er den kritischen Augen in Cannes gezeigt – allerdings außer Konkurrenz. Und schließlich am 24. Mai auch in Deutschland in den Kinos starten. Doch in den Monaten vor dem Kinostart hat sich das eigentlich wieder als krisenfest geltende Franchise „Star Wars“ zum Sorgenkind auf hohem Niveau entwickelt.

Die Regisseure wurden gefeuert

Hauptdarsteller Alden Ehrenreich benötigte während der Dreharbeiten zum „Solo“ ungewöhnlich viel Nachhilfe von einem extra eingeflogenen Schauspiellehrer. Dazu wurden die Regisseure Phil Lord und Chris Miller nach einigen Monaten Dreharbeiten von Disney und Lucasfilm gefeuert und durch Ron Howard, die menschliche sichere Bank auf dem Regiestuhl, ersetzt.

https://www.youtube.com/watch?v=jPEYpryMp2s

Ein Schauspieler, der bei „Solo: A Star Wars Story“ eine Nebenrolle hat, packte in einem Interview als anonyme Quelle aus und griff die gefeuerten Regisseure hart an: Die beiden Lord und Miller, die sich in den vergangenen Jahren mit „21 Jump Street“ und dem „Lego“-Film Namen machten, waren am Set zu „Solo: A Star Wars Story“ laut der anonymen Quelle überfordert und wussten nicht genau, wie sie die Szenen eigentlich drehen wollten. So wurden angeblich einige Szenen mit bis zu 30 Takes gedreht, weil die Regisseure sich nicht im Klaren waren, welchen Ton (lustig oder eher Original-Reihe) sie haben möchten – die Darsteller standen dann mehrfach ratlos vor der Kamera.

„Solo“ wird in Cannes gezeigt

Die Dreharbeiten zum Film gerieten also zur Katastrophe, mit Notfalllösungen wurde dann der halbe Film nachgedreht und korrigiert, außerdem sind zahlreiche Fans der Reihe sowieso nicht besonders heiß auf den Film. Denn die Figur Han Solo scheint bisher unweigerlich mit Harrison Ford verknüpft, dazu würde der Film wahrscheinlich nur aus Antworten auf Fragen bestehen, die niemand gestellt hatte. So wie in Episode 1-3 große Stories um die Entstehung Darth Vaders gemacht wurde – obwohl sich während der Original-Trilogie eher die Wenigsten fragten, wie Vader zu Vader wurde.

Das erste Bild des „Solo“-Ensembles.

Mit all diesen Vorraussetzungen scheint „Solo: A Star Wars Story“ also eigentlich zum Scheitern verurteilt zu sein, die uninspirierten Trailer konnten den Hype auch nicht entfachen. Und nun schimmert aber trotzdem durch, dass Disney und Lucasfilm großes Interesse daran haben, Alden Ehrenreich auf weitere Abenteuer als Han Solo ins All zu schicken.

Erste Stimmen bestätigen „Franchise-Gefühl“

Vor einigen Wochen verriet Ehrenreich, dass er nicht nur für einen Spin-off-Film zu „Star Wars“ unterschrieben hat, sondern direkt für eine Trilogie. Frühestens 2021 könnte es im Falle der Umsetzung einer Fortsetzung wohl zum zweiten „Solo“-Film kommen. 2019 wird erst einmal die Geschichte von Rey und Kylo Ren in „Star Wars IX“ beendet, 2020 wird Disney zu Weihnachten wahrscheinlich mit einem Film über Obi-Wan Kenobi an den Start gehen.

Weitere Hinweise auf einen Ausbau der „Solo“-Geschichte liefern erste Pressestimmen nach der Premiere des Films am Donnerstag. Zwar sind diese nie ein guter Indikator für die Qualität eines Films, weil Disney und Lucasfilm in den USA unangenehm eng mit einem engen Kreis Filmjournalisten vernetzt sind, die auf Twitter entgegen jedes Embargos in Euphorie über den Film aufgehen. Aber in einigen Tweets zu „Solo: A Star Wars Story“ wurde nun bestätigt, dass der Film nicht nur auf Fanservice und einen einmalige Auftritt für die Darsteller setzt.

So soll Regisseur Howard mit seinem Film bereits den Weg für direkt anknüpfende Filme mit Ehrenreich und Donald Glover (als Lando Calrissian) ebnen. Einige Story-Elemente sind scheinbar nur im Film, um in einer eventuellen Fortsetzung noch einmal aufgegriffen zu werden. Speziell der Auftritt eines alten Bekannten am Ende des Films deutet auf die Handlung der kommenden Filme (mehr dazu hier) hin.

Das Selbstbewusstsein, mit dem Disney und Lucasfilm hinter den Kulissen und anscheinend auch direkt im Film mit dem Gedanken eines weiteren Solo-Films spielt, ist bemerkenswert, misst man es an der schwierigen Produktion des jetzigen Films und den niedrigen Erwartungen der Fans an das Projekt. Vielleicht haben es Howard und die Produzenten – und nicht zuletzt Alden Ehrenreich – ja geschafft, den Film noch zu einem potenziellen Crowd- und Fanpleaser hinzubiegen. Die „Star Wars“-Reihe hätte so eine Überraschung bitter nötig.

Disney/Lucasfilm

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