„Stranger Things“: Wie eine Fan-Theorie Netflix in die Knie zwang
Die „Confirmity Gate“-Theorie zu „Stranger Things“ ließ Netflix zusammenbrechen. Fans hofften auf eine neunte Folge – was steckt hinter der Spekulation?
Nachdem an Neujahr die letzte Episode der Erfolgsserie „Stranger Things“ veröffentlicht wurde, kursierten auf Social Media schnell Gerüchte um eine weitere Folge. Diese wurde in der Community als sogenannte „Confirmity Gate“-Theorie bekannt. Kurz erklärt: Teile der Community erwarteten eine neunte Folge der fünften Staffel, die das „irreführende“ Serienende aufklären und am 7. Januar 2026 erscheinen sollte. Mit Spannung öffneten unzählige Anhänger:innen der Netflix-Produktion die Seite des Streamingdienstes, was diese zum Abstürzen brachte.
Das hat es mit der „Confirmity Gate“-Theorie auf sich
Im Detail stützt sich die Theorie auf den Epilog der achten Episode. In diesem gibt es einen Zeitsprung um 18 Monate, und man sieht die Freundesgruppe für eine letzte Runde Dungeons and Dragons zusammenkommen. Hierbei wird das Schicksal des Charakters Eleven offengelassen. Laut „Confirmity Gate“ präsentiere dieser Epilog eine falsche Realität, in der der Einfluss Vecnas nicht gebrochen sei. Die Gruppe lebe somit in einer Illusion. Fans verweisen hierbei besonders auf die Symmetrie in den Abschlussszenen und das Durchbrechen der vierten Wand durch die Charaktere. Zudem beziehen sie sich auf ein seltsam „normales“ Gefühl am Ende der Folge, das auf einige wie ein vermeintliches Happy End wirkte.
Fan-Theorie ließ Netflix zusammenbrechen
In der Nacht vom 7. Januar 2026 um 02:00 Uhr wählten sich Befürworter:innen der Ideologie auf Netflix ein. Die Theorie verzeichnete wohl mehr Anhänger:innen als bisher angenommen – denn die Seite des Anbieters brach laut „Downdetector“ für zehn Minuten zusammen – jedenfalls in den USA. Statt der erhofften neuen Folge sahen die treuen Fans eine Meldung mit einem Fehlercode und dem Hinweis, dass es auf „der Homepage einiges zu entdecken“ gebe.
Die Macher der Serie – Matt und Ross Duffer – äußerten sich bereits vor dem Entstehen dieser neuen Fan-Theorie in einem Interview mit „Variety“ zu Fehlinformationen, die über „Stranger Things“ im Netz existieren. Dabei betonten die Duffer-Brüder, sie könnten „Stunden damit verbringen, diese Unwahrheiten zu widerlegen“. Auch Netflix versuchte die Gerüchte zu entkräften. Seit der Veröffentlichung der letzten Folge prangt auf dem Instagram-Handle der Serie folgende Botschaft in Versalien: „Alle Folgen von Stranger Things sind jetzt verfügbar.“
Die Fangemeinde ließ sich davon nicht beirren und hoffte dennoch weiter auf das Bewahrheiten ihrer Spekulation – bis die große Enttäuschung vor den Bildschirmen einsetzte und sich ihre Illusion in Luft auflöste.
Neue Projekte der Drehbuchautoren als möglicher Trost für Community?
Wer sich nach mehr „Stranger Things“ sehnt, wird 2026 nicht enttäuscht. Schon bald soll das animierte Spin-off „Stranger Things: Tales from 85“ erscheinen. Doch nicht nur das: Zwei weitere Projekte werden auf Netflix an den Start gehen, bei denen die „Stranger Things“-Macher als ausführende Produzenten mit von der Partie sind. Dabei handelt es sich zum einen um „The Boroughs“ und zum anderen um „Something Really Bad Is Gonna Happen“. Für Fans der abgeschlossenen Serie ist vor allem ersteres interessant, da es sich um eine Art umgekehrtes „Stranger Things“ handeln könnte.
Denn: In der Produktion wird es nicht um Kinder gehen, sondern um eine Gruppe Senior:innen, die ebenfalls einer monströsen Bedrohung ausgesetzt sein wird. Diese wird versuchen, den Protagonist:innen ihre verbleibende Zeit zu stehlen.
Netflix kündigte außerdem ein Making-of der 5. Staffel der Mystery-Serie an. Die Produktion mit dem Titel „One Last Adventure: The Making of Stranger Things 5“ von Martina Radwan soll am 12. Januar auf der On-Demand-Plattform erscheinen – vielleicht werden in dem Behind-the-Scenes-Material die Rätsel der finalen Episode aufgelöst.




