Superhelden-Coming-out: Batmans Sidekick ist jetzt Teil der LGBTQIA+-Community

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In der neuesten Ausgabe der Comic-Reihe „Batman: Urban Legends“ bestätigt sich, was einige Fans schon seit Jahren vermuteten: Robin, Batmans treuer Sidekick und Quasi-Ziehsohn, steht (auch) auf Männer.

Gerüchte über die Sexualität des Nachwuchshelden gibt es schon so lange, wie Robin selbst. Seit seinem erstmaligen Auftreten in Batmans „Detective Comics“ im Jahr 1940 gab es einige Comic-Leser, die im innigen Verhältnis zwischen dem Fledermausmann und seinem jungen Helferlein mehr vermuteten als nur eine platonische Superhelden-Partnerschaft. Homoerotische Untertöne fand man sowohl in DCs Comic-Reihen, als auch in deren zahlreichen Film- und TV-Adaptionen. Auch Burt Ward – Adam Wests Sidekick in der kultigen Batman-Serie der Sechziger-Jahre, liebäugelte in seiner Autobiografie „Boy Wonder: My Life in Tights“ mit dem Gedanken eines schwulen Robins.

Robins „Glühbirnen-Moment“

Die Anthologie „Batman: Urban Legends“ erzählt Geschichten aus dem näheren Umfeld des dunklen Ritters. So erhält in der mittlerweile sechsten Ausgabe der Reihe auch Tim Drake, dritter und aktueller Robin, den Raum, sich über seine Gefühle klarer zu werden. Während er an der Seite seines Freundes Bernard ein paar Schurken vermöbelt, hat Robin einen erleuchtenden Moment:

Hattest du je so einen Glühbirnen-Moment? Du weißt, dass du mit deinem Hirn auf einer Wellenlänge sein solltest, aber irgendwie hat alles keinen Sinn gemacht. Alle fragen mich, was ich will. Aber ich konnte nie sagen, was es war. Es fühlte sich gerade so außer Reichweite an. Bis jetzt. Bis genau jetzt.

Schließlich macht ein verständnisvoller Bernard den Moment perfekt, indem er seinen Schulkameraden nach einem Date fragt – Robin nimmt an. Auf ein offizielles Coming-out des Superhelden habe man allerdings bewusst verzichtet, erklärte Autorin Meghan Fitzmartin gegenüber Polygon: „Ich wollte die Tatsache würdigen, dass Sexualität eine Reise ist. Tim ist dabei, sich selbst zu finden. Ihm fehlen die richtigen Worte dafür – noch.“ Fan-Reaktionen sind derweil überwiegend positiv und nicht wenige scheinen im LGBTQIA+-Robin eine neue Identifikationsfigur gefunden zu haben.


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