Vor 30 Jahren trennten sich Take That: Wie die Boyband ihre Fans in Schock versetzte

Am 13. Februar 1996 verkündete Take That das Aus – an Robbie Williams' Geburtstag. Die Trennung löste Fan-Trauer aus, die Bravo richtete eine Hotline ein.

Im Jahr 1996 lagen sich Teenager in ganz Europa trauernd in den Armen. Der Grund: Die englische Boyband Take That verkündete ihre Trennung. Was folgte, war eine Schockwelle im Fan-Lager, große Verzweiflung und in Deutschland richtete die „Bravo“ sogar eine Seelsorge-Hotline ein.

Trennung am Geburtstag von Robbie Williams

Der gewählte Tag, der 13. Februar 1996, war denkwürdig. Dieser ist nämlich der Geburtstag vom ehemaligen Take-That-Mitglied Robbie Williams. Der Sänger hatte die Band bereits ein halbes Jahr zuvor im Streit verlassen und löste damals schon das erste Fan-Drama aus.

Am Tag der Bekanntgabe übertrugen „BBC“ und „MTV“ die Pressekonferenz, in der das aus vier Mitgliedern bestehende Quartett die Trennung verkündete. Das verbliebene Line-up bestand aus Gary Barlow, Howard Donald, Mark Owen und Jason Orange. Band-Leader Gary Barlow trat vor die Journalisten und überbrachte die traurigen Nachrichten. So sagte der damals 25-Jährige: „Leider sind die Gerüchte wahr.“ Er fügte hinzu: „Ab heute ist es vorbei.“ Zuvor hatten Boulevard-Medien bereits über eine mögliche Trennung der Gruppe spekuliert.

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Die Jahre zuvor waren von immensem Erfolg geprägt. Mit Hits wie „Babe“, „Pray“ oder „Never Forget“ begeisterte Take That ihr überwiegend weibliches Fan-Lager und stürmte regelmäßig die Charts.

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Entrüstung als Reaktion

Das Aus stellte für viele Fans damals ein Weltuntergangs-Szenario dar. In England, wo die Band beheimatet war, gingen die ersten Reaktionen bereits während der Pressekonferenz ein, wie „BBC“ berichtete. Teenie-Mädchen riefen teilweise unter Tränen an: „Eben hat ein 14-jähriger Fan unter Tränen angerufen. Welche Botschaft habt ihr für sie?“, fragte ein Reporter. Mark Owen antwortete peinlich berührt: „Ich schätze, es tut uns leid.“ Auch in Deutschland ließ das Aus Fans in Trauer zurück.

Trennung auch ein Tiefpunkt für die Musiker

Auch die Sänger litten unter der Trennung. Im Jahr 2018 gab Gary Barlow der „Deutschen-Presse-Agentur“ ein Interview, in dem er berichtete: „Das war eigentlich ein zehn Jahre währender Tiefpunkt.“ Der Sänger zog sich teilweise aus der Musik zurück, nachdem sein zweites Solo-Album floppte. Nach dem Drama konnte sich nur Robbie Williams langfristig als Solo-Künstler etablieren.

Reunion über die Jahre

Tatsächlich nahm das Drama über die Jahre dennoch eine positive Wendung. 2005 kehrte die Band zurück und im Jahr 2010 stieß sogar der verlorene Sohn Robbie Williams wieder zur Gruppe. Was folgte, war ein erfolgreiches Album samt gefeierter Tour. „Wir mussten uns trennen, um wiederzukommen“, sagte Mark Owen im „DPA“-Interview. Heutzutage sind die alten Band-Kollegen gute Freunde.

Auch heute ist Take That noch als Trio unterwegs. Gary Barlow, Mark Owen und Howard Donald füllen wieder Stadien in Großbritannien. Bandleader Gary Barlow ist sich sogar sicher, dass die Band auch bald in voller Besetzung zu sehen sein wird: „Wir werden das wieder machen. Da bin ich mir sicher.“ Eine weitere Notfall-Hotline wird in Zukunft also wahrscheinlich nicht mehr benötigt.

Aktuelle Take-That-Netflix-Dokumentation

Aktuell dürfen sich Fans auch über eine Netflix-Doku der Band freuen. Die Produktion zeigt Geschichte und Werdegang der Boyband. Alle fünf Mitglieder geben hierbei persönliche Einblicke in ihre Zeit mit der Band.

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Die Doku ist seit dem 27. Januar 2026 auf Netflix zu sehen.