Highlight: Von „BOYS DON’T CRY“ bis „BLOODFLOWERS“: Die 5 besten Alben von The Cure

Top 10

Von „Piggy In The Mirror“ bis „Plainsong“: Das sind die 10 besten Songs von The Cure

2019 dürfte ein gutes Jahr für The Cure und ihre Fans werden: Robert Smith und Co. haben nicht nur 20 Festival-Shows angekündigt, darunter Headliner-Auftritte bei Hurricane und Southside. Auch über ein neues Album denkt Smith seit geraumer Zeit laut nach. Das noch immer aktuelle und insgesamt 13. Album 4:13 DREAM erschien 2008.

„The Cure sind verantwortlich für einen ganzen Haufen schlimmer Bands dort draußen, die allesamt versucht haben, sie zu kopieren“, merkte Wire-Sänger Colin Newman 2002 an. Damit es überhaupt erst dazu kommt, dass ein ganzer Haufen schlimmer Bands einen zu kopieren versucht, benötigt es zunächst einmal einem Haufen guter Songs – und den haben The Cure vorzuweisen.

Wir haben für Euch die 10 besten Songs der Band um Robert Smith aufgelistet. Hier unsere (2012 von Oliver Götz und Sassan Niasseri durch eine insgesamt 50 Songs starke Liste getroffene) Auswahl im Überblick:

10. Piggy In The Mirror (THE TOP, 1984)

Robert Smiths Urteil über den Song: „Me hating myself again“. Doch das orientalisch angehauchte Stück swingt und funkelt. Und Meister Selbsthass knödelt dazu, man muss ihm wohl sogar Koketterie unterstellen.

9. The Caterpillar (THE TOP, 1984)

Wie klingt die Verwandlung einer Raupe in den Schmetterling? Smith fliegt davon. Das Raupen-Mädchen auch, es hatte sich kurz in seinen Haaren verfangen. Ein nicht wiederholbarer Moment, in dem eine Idee in vier Minuten zum Schauspiel wird.

8. Lament (B-Side „The Walk“, 1983)

Auch als bisweilen sogar albernes Popduo behielten sie ihre betrübte Seite – auf B-Seite. Klingt nach Homerecording-Spielerei und doch so tief wie der Fluss, in dem der Protagonist des Songs ertrunken ist.

7. The Figurehead (PORNOGRAPHY, 1982)

Das PORNOGRAPHY-Centerpiece ist Smiths vielleicht deutlichstes Bekenntnis zum frühen Drogenkonsum. „I Can Never Say No To Anyone But You“. Das Aushängeschild („Figurehead“) wackelt, die Risse auch innerhalb der Band unverkennbar.

6. Three Imaginary Boys (THREE IMAGINARY BOYS, 1979)

Traueroden-Blueprint. Holpert noch über Postpunk-Pfade, das Gitarrensolo gellt ein wenig grell. Doch die Unschuld, mit der die Novizen in ihrem Selbstmitleid versinken, rührt außerordentlich an.

5. M (SEVENTEEN SECONDS, 1980)

„Hello image/sing me a line from your favourite song“. Smith sucht noch seine Rolle, hier findet er eine ganz früh. Ein perfekter 3-Minuten-Popsong über Verrat.

4. Plainsong (DISINTEGRATION, 1989)

Zweifellos einer der erhabensten Album-Opener ever. Schleppend, orchestral aufbarockt, hoffnungslos kitschig. Zum Heulen schön, wenn Smith murmelsingt: „… and then you smiled for a second“.

3. A Night Like This (THE HEAD ON THE DOOR, 1985)

Die ungewohnte Position als Läufer in der Nacht, der verzweifelt seine Geliebte sucht. Es endet ohne Worte, mit einem verzweifelten Saxofonsolo, eines der besten Saxofonsoli überhaupt.

2. All Cats Are Grey (FAITH, 1981)

Ein handgespieltes Drumloop im Stereoraum, ein Akkorde-Loop auf dem fahlen Synthesizer, auch Smiths Gesang kommt von ganz weit hinten. Der Song scheint über der Zeit zu schweben. Proto-Ambient-Pop.

1. If Only Tonight We Could Sleep (KISS ME KISS ME KISS ME, 1987)

Was jeder sich wünscht: Schutz durch einen Engel. Dazu das traurigste Gitarrensolo, das Smith je gespielt hat. Höhere Kräfte müssen hier zu ihm gesprochen haben. Das Lied endet mit einem Fragezeichen. So macht er weiter mit der Musik, bis heute.


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