Tupac Shakurs Mord theoretisch gelöst: Keefe D kennt den Mörder

Die Morde an Tupac Shakur und „Notorious B.I.G“ Biggie Smalls liegen zwar schon mehr als zwei Jahrzehnte zurück, es ranken sich aber immer noch Theorien und Geheimnisse um die Tötung der beiden HipHop-Stars. Shakur wurde 1996 in Las Vegas in seinem Auto sitzend erschossen, Smalls starb bei einem Drive-By-Shooting in Los Angeles 1997. Die Mordfälle sind bis heute nicht vollständig aufgeklärt, immer mal wieder führen Spuren zu anderen bekannten Rappern als Auftraggeber, in Foren und Artikeln liest man stets neue Theorien zu den Fällen.

Auch die Serie „Unsolved“ wird die Morde an den Rappern nicht auflösen, der Titel verrät es ja schon. Allerdings werden die Fälle noch einmal in epischer Breite aufgerollt. Die Serie spielt auf zwei Zeitebenen: In den 90ern werden die Fälle frisch ermittelt, zehn Jahre später findet der Polizist Greg Kading (Josh Duhamel) die Aufzeichnungen von damals und beschäftigt sich noch einmal mit den Details, die auf Vertuschungen seitens der Behörden hindeuten. Später wird er das Buch „Murder Rap: The Untold Story of Biggie Smalls & Tupac Shakur Murder Investigations.“ schreiben, auf dem die Serie basiert.

Einen Stein hat „Unsolved“ trotzdem ins Rollen gebracht: Die nachgestellte Dokumentation basiert nämlich auch auf einer Aussage, die Rapper und Tupac-Rivale Keefe D, gleichzeitig Onkel vom bisherigen Hauptverdächtigen Orlando Anderson, einst unter Immunität vor Verfolgung machte. Und der hat sich nun öffentlich zu Wort gemeldet.

Keefe D: „Ich habe Krebs und nichts mehr zu verlieren“

„I was a Compton kingpin, drug dealer, I’m the only one alive who can really tell you story about the Tupac killing,” soll Keefe D gesagt haben. „People have been pursuing me for 20 years, I’m coming out now because I have cancer. And I have nothing else to lose. All I care about now is the truth.”

Keefe D gestand demnach, mit dem oder den Schützen im Auto gewesen zu sein. Wegen Einhaltung eines „Street Code“ werde sie aber nicht nennen. „It just came from the backseat bro“, so Keefe D.

Der ausführende Produzent von „Unsolved“ Kyle Long fordert von der Polizei in Las Vegas nun umgehend neue Untersuchungen. „Keefe D gestand live im Fernsehen, dass er mindestens Beihilfe zu einem Mord leistete, und die Polizei tut anscheinend nichts“, sagte er. „Das ist empörend!“

„Unsolved“ ist nicht die erste Produktion, die sich dem Thema annimmt, es existieren verschiedene Doku-Formate über den Tod der Rap-Stars. Zur Abgrenzung an bekannte Projekte setzt „Unsolved“ auf aufwändiges Reenactment, Original-Aufnahmen der Musiker werden nicht zu sehen sein. „Unsolved“ nähert sich den Morden an Tupac und Biggie im Stil von „The People v. O. J. Simpson: American Crime Story“. Für etwas Prominenz sorgen Schauspieler wie Bokeem Woodbine und Jimmi Simpson („Westworld“), die Rap-Legenden werden von Newcomern gespielt. Wavyy Jonez gibt Christopher „Biggie“ Wallace, Tupac Shakur wird von Marcc Rose verkörpert.

„Unsolved“ ist seit dem 18. Juni auf Netflix abrufbar.


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„Unsolved“ auf Netflix: Neue Serie über die Morde an Tupac und Biggie Smalls
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